Die Landesvorsitzende der Jungen Union Brandenburg, Laura Strohschneider, ist aus der CDU ausgetreten und hat alle ihre Parteiämter niedergelegt. Dies berichtet die Bild. In einer Erklärung begründet die Juristin ihren Schritt mit grundsätzlicher Kritik am Kurs der Partei und an der Bundesregierung. «Dass unserem Spitzenpersonal die Glaubwürdigkeit verlorengegangen ist, ist für mich ein Symptom eines tiefer liegenden Problems», schreibt sie. Zudem erklärt sie: «Auch die inhaltliche Richtung, die diese Bundesregierung fährt, ist meines Erachtens nicht die, für die wir Wahlkampf gemacht und für die uns die Wähler ihre Stimme geschenkt haben.»
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Strohschneider nennt als Beispiele das Aufweichen der Schuldenbremse und das Ausbleiben einer umfassenden Steuerreform. Aus ihrer Sicht lasse sich die CDU aus «Angst» vor dem Koalitionspartner SPD ausbremsen und setze notwendige Reformen nicht konsequent um. Ihr Fazit lautet: «Ich glaube nach allem leider nicht mehr daran, dass die CDU die Partei ist, die Deutschland wieder nach vorne bringen kann.»
Strohschneider war seit 2016 CDU-Mitglied und wurde 2023 zur Landesvorsitzenden der Jungen Union Brandenburg gewählt. Zuvor leitete sie von 2019 bis 2021 die Junge Union Jena. Brandenburgs CDU-Generalsekretär Julian Brüning erklärte, man bedauere den Rücktritt. Zugleich betonte er: «Gerade wenn es schwierig ist, brauchen wir Menschen in der Union, die mit Leidenschaft dafür arbeiten, dass es mit Deutschland wieder bergauf geht.»