Kurt Fluri ist per sofort als Verwaltungsratspräsident der Solothurner Spitäler AG (SOH) zurückgetreten. Dies bestätigte die Medienstelle des Solothurner Regierungsrats am Donnerstag. Der Rücktritt erfolgte, nachdem die Solothurner Regierung Fluri das Vertrauen entzogen hatte.
Auslöser sind Untersuchungen zu massiven Verstössen gegen das Personalrecht bei der staatseigenen Spitalgesellschaft, über die auch die Weltwoche berichtete. Der Regierungsrat kritisierte insbesondere den Umgang der SOH-Führung mit den festgestellten Mängeln. In einer Stellungnahme erklärte die Regierung, sie habe deshalb das Vertrauen in den langjährigen FDP-Nationalrat verloren.
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Auch parteiintern war der Druck auf Fluri zuletzt gestiegen. Die FDP sprach sich für einen Neuanfang aus und erklärte, es gebe Situationen, in denen Verantwortungsträger ihren Platz räumen müssten.
Die vom Regierungsrat und vom Kantonsrat in Auftrag gegebenen Untersuchungen hatten vergangene Woche ergeben, dass der frühere SOH-CEO Martin Häusermann während seiner Amtszeit von 2014 bis 2024 mehr als 500.000 Franken zu viel erhalten haben soll. Zudem wurde festgestellt, dass ihm nach seinem Ausscheiden während zehn Monaten weiterhin der volle Lohn ausbezahlt wurde.