Deutschlands Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hält nach der tödlichen Messerattacke auf einen Studenten in Trier an seinem Kurs fest, straffällige Afghanen konsequent abzuschieben. Das sagte der CSU-Politiker am Dienstag in Berlin. Er werde sich weiterhin dafür einsetzen, Abschiebungen auch nach Afghanistan voranzutreiben. «Ich halte das nach wie vor für eine zwingend notwendige Massnahme und werde auch nicht lockerlassen, diese Abschiebungen auch in diese Länder wie Afghanistan weiter zu forcieren.»
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Anlass der Äusserungen ist der Tod eines 22-jährigen Studenten, der vergangene Woche nahe der Universität Trier erstochen wurde. Tatverdächtig ist ein ebenfalls 22-jähriger Afghane. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er dem Opfer mit einem Küchenmesser mindestens zweimal in den Oberkörper gestochen haben.
Auf Forderungen nach stärkerer Unterstützung für psychisch kranke oder traumatisierte Straftäter erklärte Dobrindt: «Wir sind hier nicht die Region der Welt, die für alle psychisch Kranken zuständig ist und für alle Traumata, um es jetzt überspitzt zu formulieren.» Die Gesellschaft habe Anspruch darauf, dass schwere Straftäter das Land verlassen müssten.
Zudem zeigte sich Dobrindt offen für ein bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen. Ein solches Verbot könne zur Verbesserung der Sicherheitslage beitragen.