Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Selenskyj ernennt neuen Armee-Chef: Wer ist Mychajlo Drapatyj?

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Selenskyj ernennt neuen Armee-Chef: Wer ist Mychajlo Drapatyj?
Selenskyj ernennt neuen Armee-Chef: Wer ist Mychajlo Drapatyj?
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat General Mychaylo Drapatyj zum neuen Oberbefehlshaber der Streitkräfte ernannt, berichtet der Economist. Die Präsidialverwaltung bestätigte den Wechsel an der Armeespitze am 21. Juli. General Oleksandr Syrskyj, der das Amt seit Anfang 2024 innehatte, wurde nach anhaltender Kritik an seiner Führung abgelöst.

Ukrainian Presidential Press Office
In this photo provided by the Ukrainian Presidential Press Office, new commander-in-chief of Ukraine's Armed Forces Mykhailo Drapatyi looks on during his meeting with Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy in Kyiv, Ukraine, Monday, July 20, 2026
Ukrainian Presidential Press Office

Mit dem 43-jährigen Drapatyj rückt ein Offizier an die Spitze der Armee, der als Verfechter moderner Führungsstrukturen gilt. Bekannt wurde er bereits 2014 bei der Verteidigung von Mariupol, als er mit einer kleinen Panzerkolonne prorussische Stellungen durchbrach und später einen eingeschlossenen Verband wieder zu den ukrainischen Linien führte. Seither erwarb er sich den Ruf eines entschlossenen Frontkommandanten, der Eigenverantwortung fördert und seine Soldaten stärker in Entscheidungen einbezieht.

Seit Ende 2024 leitete Drapatyj die Bodentruppen und setzte dort Reformen bei Ausbildung, Rekrutierung und Digitalisierung in Gang. Er sprach sich wiederholt gegen sowjetisch geprägte Befehlsketten und Mikromanagement aus. Statt einer «Kultur der Angst» solle sich eine «Kultur der Verantwortung» etablieren, erklärte er damals. Nach einem russischen Raketenangriff auf einen Truppenübungsplatz mit zwölf getöteten Soldaten übernahm er 2025 die politische Verantwortung und trat zurück, bevor er später erneut mit operativen Führungsaufgaben betraut wurde.

Seine Ernennung erfolgt in einer schwierigen Phase des Krieges. Zwar gilt Syrskyj als fähiger Taktiker und trieb den Einsatz von Drohnen entscheidend voran. Zugleich wurde ihm vorgeworfen, Ressourcen ungleich zu verteilen, Entscheidungen zu zentralisieren und an überholten Führungsprinzipien festzuhalten. Die Absetzung erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Kritik aus Teilen der Armee und der Öffentlichkeit.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.