Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Ich begrüsse Sie aus dem Haus der schweizerischen Neutralität zur Schweizer Ausgabe von Weltwoche Daily, die andere Sicht, unabhängig. kritisch gut gelaunt und zuversichtlich am Montag, dem 31. August 2026. Geniessen Sie die letzten Sommertage, die ja während des Hochsommers in Zeiten der absoluten Panik und Angstmacherei unserer Medien gestanden haben. Ja, selbstverständlich soll man sich mit den Umweltrisiken auseinandersetzen, Aber man spürte die Absicht und war... Es geht ja längst nicht mehr um eine pragmatische Umweltpolitik. Wir alle sind für den Umweltschutz, aber eben nicht um den Preis der Zerstörung unserer Marktwirtschaft. Ist das so schwer zu verstehen? Ich habe gesehen jetzt am Wochenende in den Ringier-Medien, die auch etwas links entflammt sind, gifteln und geifern sie da gegen Yves Bixl. Den naturwissenschaftlich bewanderten ETH-Absolventen und Mitarbeiter vom Bundesrat Albert Rösti, der habe, oh Schreck, oh Graus, aus den Berichten des Bundesrats die Worte Biodiversität und Klima, Klimawandel gestrichen. Also eine andere, eine aus Sicht des neuen Departementsvorstehers weniger ideologisch ausgerichtete Umweltpolitik. auch sprachlich da umgesetzt. Jetzt grosse Empörung auf der linken Seite bei den linken Journalisten. Ja, aber um Himmels Willen, wo ist denn der Aufschrei, wenn im Departement des Justizministers bei Beat Jans da in absoluter gegenteiliger Richtung die Linken dann entsprechend wirken und wüten? Ja, was glaubt man denn, dass wenn ein SVP-Nationalrat zum Bundesrat aufsteigt, also Albert Rösti, dass er dann eine linke Umweltpolitik übernimmt. Und wenn eben Yves Bixl hier sprachlich ein neues Regime anschlägt, dann sollte das eigentlich den Leuten zu denken und zum Nachdenken geben. Denn Yves Bixl, wie ich gesagt habe, ist ein Naturwissenschaftler. Kein Krieg, ja zur schweizerischen Neutralität. Jetzt erst recht anmelden, kurzfristig anberaumt aus aktuellem Anlass. Es ist ja unglaublich. Wie da aus allen Kanälen gegen die schweizerische Neutralität geschossen wird, lassen Sie mich das hier ganz deutlich sagen. Gegner der schweizerischen Neutralität sind für mich Landesverräter. Das sind Leute, die unsere Schweiz in Kriege reinziehen wollen. Und während den Anfängen, meine Damen und Herren, ich komme in dieser Sendung noch darauf zu sprechen, Man versucht jetzt also wirklich diese... schweizerische Neutralität sturmreif zu schiessen. Das traditionelle, das herkömmliche Verständnis, das durch die Initiative, über die wir abstimmen am 27. September, dass durch diese Initiative in der Verfassung festgeschrieben werden soll, das soll ersetzt werden bzw. gar nicht erst stattfinden und anstelle der klassischen bewährten Neutralität soll da eine Gummi, eine Schaumgummi-Neutralität der Beliebigkeit gepflanzt werden und Das Dreiste ist, dass die Gegner der Neutralität für sich auch noch den Begriff der Neutralität in Anspruch nehmen. Das ist eine Wortvergewaltigung sozusagen. Und da haben wir uns entschieden, sehr, sehr kurzfristig eine Veranstaltung anzuberaumen mit Altbundesrat Christoph Blocher. Ich werde mit ihm zusammen ein Podium bestreiten, also zwei der profiliertesten Neutralitätsverfechter der Schweiz an einem Abend auf einer Und wir werden eine klare Sprache wählen. Wir werden über die Risiken der aktuellen Geopolitik sprechen. Wir werden über die Polemik der Gegner reden, pro Putin-Initiative und all diese Verleumdungen und Schmähungen, diese Verzweifelten. Ja, fast schon hysterisch anmutenden Unterstellungen, die jetzt da aufgeboten werden. Ich hoffe, Sie merken das, man merkt das in der breiteren Bevölkerung auch jetzt mit Blick auf diese Abstimmung. Also, kein Krieg, ja zur Schweizer Neutralität. Freitag, 4. September 2026, Hotel Marriott, Neumühle G42 in Zürich, Beginn 19 Uhr, Türöffnung 18 Uhr. Sichern Sie sich jetzt Ihr Ticket weltwoche.ca-blocher Blocher, alle Freunde, alle Verteidiger, alle Wilhelm Dells der Schweizerischen Neutralität rufe ich auf, an diesem Freitagabend im Hotel Marriott in Zürich dabei zu sein. Aber ich freue mich auch auf die Gegner der Positionen, wie ich sie hier vertrete. Ich freue mich auch auf die Gegner der Schweizerischen Neutralität, der Neutralitätsinitiative. Kommen Sie, diskutieren Sie, zerzausen Sie mitleidlos, was wir da auf der Bühne sehen. verbreiten, aber steigen sie ein in die Debatte. Das ist die Schweiz, meine Damen und Herren. Wir haben hier eben noch das Recht, unterschiedliche Meinungen zu vertreten. Das ist ja in manchen EU-Ländern gar nicht mehr der Fall. Und wenn man eben, und da schliesst sich der Kreis, wenn man gegen die schweizerische Neutralität antritt, wenn man diese Neutralitätsinitiative ablehnt, ja, dann vollzieht man eine weitere Integration in die Europäische Union, denn alle EU-Turbos, ich habe sie schon mal gesagt, alle EU-Turbos, alle Unterwerfungsbefürworter und NATO-Fans, die uns in internationale Bündnisse verstricken wollen, die sind gegen diese Initiative. Und das müsste ja auch jenen die Augen öffnen, die da aus was für Gründen auch immer glauben, skeptisch sein zu müssen gegenüber der schweizerischen Neutralität. Ja, wir haben es eben verlernt in der Schweiz, wir wissen es auch nicht mehr. Und zur Klärung kann ich Ihnen ein Buch empfehlen. Das ist für mich so etwas... Wie eine Bibel gewesen, Sie sehen da noch uralte gelbe Post-its, ich habe sie jetzt erweitert durch ein paar moderne blaue Markierungen. Ein grossartiges Buch von Dr. Paul Wittmer, einem auch regelmässigen Autor in der Weltwoche. Ich habe für die NZZ geschrieben, für die NZZ am Sonntag, für alle grossen Schweizer Medien. Er war jahrelang... Jahrzehnte lang im Dienst der schweizerischen Aussenpolitik, als Botschafter unter anderem in Jordanien, ein Kenner der Europäischen Union, ein Kenner der internationalen Szenerie und auch ein grossartiger Historiker, ein blendender Formulierer. und seine Bücher haben mir damals, ja vor auch schon 25 Jahren, die Schweiz als Sonderfall unter anderem, aber eben auch dieses hier Schweizer Aussenpolitik, die Augen. geöffnet und ich empfehle allen, die sich mit diesem Thema ernsthaft auseinandersetzen wollen und die ihre Kenntnisse bezüglich Neutralität wieder etwas auffrischen möchten, die Lektüre. Sie bekommen das nicht noch, ich weiss nicht, ob es noch im Handel ist oder antiquarisch, Paul Wittmer, Schweizer Aussenpolitik, und da stehen einfach interessante Sätze drin. Zum Beispiel, Neutralität heisst Nichtbeteiligung an einem Krieg zwischen zwei oder mehreren Staaten. Nicht Beteiligung an einem Krieg. Nicht Beteiligung, das heisst, man macht nicht mit, weder militärisch, noch diplomatisch, noch wirtschaftlich. Ist das so schwer zu verstehen? Und zweitens bedeutet Neutralität, auch das wird hier festgehalten, Neutralität setzt ein Minimum an Toleranz voraus. Man masst sich eben nicht an, das Weltgewissen zu verkörpern oder den Weltschiedsrichter geben zu müssen. Das ist die ganz grosse... Denkerische Fehlleistung, die heute in den Neutralitätsdebatten zutage tritt, dass eben viele der Kommentatoren, und sie drehen ja geradezu durch jetzt da in den Medien, dass sie nicht wissen, was die schweizerische Neutralität als Staatsdoktrin bedeutet. Und deshalb, wenn der Verstand schlafen geht, dann triumphiert der Moralismus, dann wird da herumgegeifert, dass sich die Balken biegen. Ich habe Ihnen... schon am Samstag, am Sonntag etwas darüber erzählt, wie auch die Weltwoche da angegriffen wird, angerempelt. Ja gut, ich habe mittlerweile Hornhaut, finde das interessant. Aber eben auch am Sonntag ist losgegangen. Frank Ameyer, der Chefpublizist des Ringier-Verlags, die Feinde der Freiheit. Wer für die schweizerische Neutralität, wer für die Neutralitätsinitiative ist, ist für Frank Ameyer ein Feind der Freiheit. Nein, er ist kein Feind der Freiheit. ist ein Freund der Freiheit. Und nur weil Frank Ameyer die Voraussetzungen des schweizerischen Freiheitsverständnisses nicht begriffen hat oder nicht begreifen will, ist niemand ein Feind der Freiheit, der für die schweizerische Neutralität einsteht. Ganz im Gegenteil. Frank Ameyer ist eben auch so ein EU-Turbo, der seit Jahren, seit Jahrzehnten gegen die SVP zu Felde zieht, um eben... die Schweiz in diese EU hineinzuschreiben. Und darum ist er jetzt offensichtlich fuchsteufelswild angesichts dieser Initiative und zieht da eben auch die rhetorischen Register. Da öffnet die Waffenarsenale der Verunglimpfung. Merkt aber nicht, oder scheint das auszublenden, dass er selber mit seinem eben nicht-neutralen Neutralitätsverständnis ein nützlicher Idiot all jener Kreise ist, die die Schweiz in internationale Konflikte hineinstürzen wollen. Aber der Ringier-Verlag ist da nicht alleine. Auch die NZZ, sie weibelt ja nach Kräften und mit immer schärferer Tonalität. Das lässt eben aufhorchen. Weibeln Sie und argumentieren Sie, feuern Sie gegen die Neutralität. Jetzt Daniel Foppa, der frühere Tagesanzeiger-Journalist. Wer sich ins Abseits stellt, kann nicht auf die Hilfe von Partnern hoffen. Er schreibt hier, die Initiative ist ein Affront gegen so ziemlich alles, was die Schweiz ausmacht. Warum eigentlich? Die schweizerische Neutralität macht die Schweiz seit vielen Hunderten von Jahren aus. Also ganz krause Behauptungen werden da aufgedrückt, jahrzehntelang. Hat unser Land eine Neutralität gepflegt, jahrzehntelang, die Neutralität übrigens ist jahrhundertealt, seit dem 16. und 17. Jahrhundert ist sie, das schreibt Paul Wittmer, das müsste vielleicht Daniel Foppe auch mal zur Kenntnis nehmen. Schon seit dem 16. Jahrhundert, seit der Schlacht von Marignano, als die Eidgenossen eine fürchterliche Niederlage kassierten, hat sich dieses neutralitätspolitische Verständnis in der Schweiz verfestigt, Gipfel, dann 1815 im Wiener Kongress. Er bezieht sich da auf Jahrzehnte, nicht auf Jahrhunderte. Ja, das ist eben ein flaches, oberflächliches Verständnis, aber auch dieses Verständnis ist falsch, ich sage es gleich. Auf einem klaren Fundament sei sie gestanden. Wir sind Teil der westlichen Staatengemeinschaft, die sich zu Demokratie und Rechtsstaat bekennt. Die sowjetische Niederschlagung der Freiheitsbewegungen trieb hierzulande 10'000 auf die Strasse. Vor allem von bürgerlicher Seite wurde der Aggressor Russland scharf verurteilt. Was für ein armseliges Neutralitätsverständnis. Erstens, Sowjetunion und Russland werden hier natürlich vielsagend in den gleichen Topf geworfen. Und was Foppa darlegt, und hier besteht sein Foppa, er beansprucht Gesinnungsneutralität. Er meint, er behauptet, Gesinnungsneutralität sei die schweizerische staatliche Neutralität gewesen. War sie aber nicht. Die schweizerische Neutralität als Staatsdoktrin. Nachlesen bei Paul Wittmer, die war eben gesinnungsneutral und sie entstammte, sie verdankte sich dem realpolitischen Denken. Das bedeutet, dass die neutrale Schweiz und hier standen die Bundesräte natürlich dahinter, allem voran auch ein Giuseppe Motta, den ich hier schon oft erwähnt habe, dass man sagt, ja, wir mischen uns nicht in die internen Verhältnisse von Staaten ein, Wie ein Land regiert wird, das ist uns vollkommen egal. Wir schauen auf die aussenpolitischen Handlungen der entsprechenden Länder, insbesondere auch im Umgang mit der Schweiz. Und wenn eben Länder untereinander Krieg führen, dann ist die Schweiz nicht der Schiedsrichter, ob dieses Land besser regiert ist oder das andere, sondern man ist neutral, staatlich neutral, nicht Beteiligung an Kriegen. Das heisst aber nicht, dass man keine Meinung mehr haben darf. Natürlich sind die Schweizer auf die Strassen gegangen. Damals im Prager Frühling, weil den Schweizer auch nicht verboten war, ihre Meinung kundzutun. So und der Staat sich gleichzeitig aber neutral verhalten hat, eben nicht selber da noch demonstriert hat. Ganz im Gegenteil, in der Geschichte der schweizerischen Neutralität zeigt sich eben, wie die Regierungen da sehr vorsichtig geblieben sind. Dass man eben unterscheiden konnte zwischen der staatlichen Neutralitätspolitik, der ganzen... Neutralität als Staatsdoktrin des Überlebens in kriegerischer Zeit gleichzeitig haben, dass es keine Gesinnungsneutralität für die Schweizer gab. Aber heute ist alles Gesinnung, alles ist Moralismus, alles ist Gesinnungsneutralität. Also hier werden Dinge miteinander vermischt, die es auseinander zu halten gilt und richtig zu formulieren wäre in der NZZ, jahrhundertelang zeichnet sich die Schweiz dadurch aus, dass sie in vor allem auch in Konfliktsituationen, in kriegerischen Situationen, aber auch darüber hinaus in Friedenszeiten, sich stets bemüht hat, eine unbezweifelbar glaubwürdige Neutralität zu praktizieren. Das heisst, die strikte Nichtbeteiligung an Kriegen zwischen zwei oder mehreren auswärtigen Staaten. Damit verbunden war auch die Nichtbeteiligung am Wirtschaftskrieg. keine Sanktionen. Der Staat, die Behörden, die Regierung hat sich zurückgehalten, auch in der Äusserung aussenpolitischer Zensuren und Kommentare. Gleichzeitig aber war es den Schweizern freigestellt, ihre Meinung zu formulieren. So hat das übrigens auch der NZZ-Chefredaktor Willi Bretcher in seinen Leitartikeln immer geschrieben. Aber das hat man in der NZZ längst vergessen. Kommen Sie, bringen Sie den Daniel Foppa mit an unsere Neutralitätsveranstaltung am 4. September im Marriott in Zürich. Das wird interessant, ich freue mich und es ist auch bitter nötig, dass man sich damit auseinandersetzt, denn die Medien, sie trompeten, sie marschieren, sie verleumden und sie schlagen wild um sich, feuern auf alles, was sich da in Richtung schweizerischer Neutralität bewegt. Das ist schon interessant. Auch am Samstag dieses Interview, das da der polnische Botschafter in Bern, der NZZ, hat geben können. Und auch da noch einmal das ganze Sammelsurium an Missverständnissen und Fehldeutungen ausbreiten durfte. Unter anderem, dass eben der russische Angriffskrieg alles verändert habe und die Neutralität nicht mehr zeitgemäss sei. Meine Damen und Herren, auch hier, ich verweise auf dieses Buch. Es ist grossartig und es beschreibt... Wie eben diese Debatte, wie wir sie heute führen, in der Schweiz schon x-mal stattgefunden hat und jedes Mal noch, hat man gesagt, früher war die Neutralität richtig, aber heute ist sie nicht mehr zeitgemäss. Das hat man im 19. Jahrhundert gesagt, man hat es im 20. Jahrhundert an verschiedenen Stellen gesagt, man hat es am Ausgang des Ersten Weltkriegs gemeint, so definieren zu müssen. Aber immer wieder in der Realität haben die Schweizer Politiker gemerkt, dass eben unser Land durch nichts so wirksam geschützt wird, wie durch seine glaubwürdige, immerwährende, bewaffnete und umfassende Neutralität. Das sind nicht die Feinde der Freiheit. Unglaublich, was da in den Medien geschrieben wird. Enttäuschend, ein Interview des früheren Armeechefs Thomas Süssli. Er positioniert sich im Sonntagsblick gegen die Initiative. Die Neutralitätsinitiative behauptet da ebenfalls im Mainstream, die Neutralität, starr definiert, die sei da nicht mit den schweizerischen Interessen vereinbar, hat offensichtlich auch die geschichtlichen Grundlagen der Neutralität nie studiert und er behauptet auch, die Schweiz wird sich nie alleine verteidigen können. Also der ehemalige Armeeschef im Grunde sagt jetzt rückwirkend, eigentlich hätte es mich gar nie gebraucht, weil sich die Schweiz ja sowieso nicht alleine verteidigt. verteidigen kann, was soll es also? Also dieser neutralitätswidrige Defettismus und jetzt hier sozusagen am Anfang einer Politkarriere, denn Thomas Süssli möchte ja für die FDP in den Nationalrat einsteigen, das lässt also schon tief blicken und ich frage mich einfach, wenn ich das lese, ja, warum war er dann Armeeschef, wenn er gar nicht an diese Armee geglaubt hat? Und jetzt sehen wir sie eben, meine Damen und Herren, lassen sie sich da von diesen neutralitätsverdrossenen Nicht ins Boxhorn jagen, lassen Sie sich da keinem Floh ins Ohr setzen. Das sind Leute, die nicht an die Schweiz glauben. Die glauben offensichtlich mehr an sich, an ihre eigenen Karrieren. Darum machen sie diese Posten, spielen sich dann auf. Aber wenn man sie dann fragt, dann sagt man, die Schweiz kann sich gar nicht mehr selber verteidigen. Obwohl man selber eigentlich dafür verantwortlich gewesen wäre, diese Verteidigung mit aller Kraft zu leisten. und es steht übrigens auch in der Schweizerischen Bundesverfassung, dass sich die Schweiz alleine verteidigen können muss. Also hier ein Armeeschef oder ein Ex-Armeeschef komplett im Unterholz der politischen Selbstverwirrung, gewissermassen des Zeitgeistes. Und was ich persönlich auch noch vielsagend finde, ich hatte Thomas Süssli eingeladen zu einem öffentlichen Podium mit auch Altbundesrat Christoph... Blocher habe ihn gefragt, ob er dabei wäre, mit ihm zu diskutieren. Er sagte mir ab mit der Begründung, er wolle sich zu diesem Thema jetzt nicht mehr äussern, er sei nicht mehr Armeechef und wolle auch bei anderen Themenpunkten als FDP-Kandidat. Und jetzt also hier sozusagen unwidersprochen. Er hat sich einfach nicht getraut, mit Blocher in die Arena zu steigen. Ist schade, vielleicht kommt er ja auch, Thomas Süssli. Kommen Sie am nächsten Freitag ins Hotel Marriott in Zürich. da kennen Sie es ja. Noch nachholen die Diskussion, wir laden Sie gerne auch kurzfristig und spontan auf die Bühne ein, denn offensichtlich wollen Sie sich ja jetzt doch durchaus äussern zu dieser schweizerischen Neutralität, obwohl Sie mir mit gegen- und anderslautenden Argumenten noch vor kurzer Zeit abgesagt haben zu diesem Thema. Ja, offensichtlich nicht ganz so mutig, ein Armeechef oder ein ehemaliger, der die Schweiz verteidigen soll, aber nicht mal in den Ring steigt mit einem Neutralitätsbefürworter, einem Schweizer. Das lässt ebenfalls tief blicken. Anschlag, Abrechnung, Schiesserei. Ja, was sind das für Zustände? Im Kanton Aargau hat es eine Schiesserei gegeben. An einer Rave-Party offensichtlich. Noch sind da die Hintergründe nicht bekannt. Aber die Schweiz verwildert und verwahrlost. Island lehnt die Beitrittsverhandlungen mit der EU überraschend deutlich ab. Das Volk sagt Nein mit über 50% Zustimmung. Da habe ich gelesen in der NZZ einen Artikel, 38 Tote nach russischem Angriff in der Ukraine. Offensichtlich sind sehr viele Insassen eines Altersheims in Mitleidenschaft gezogen worden, beziehungsweise getötet worden, muss man sagen, verletzt worden. Eine Information, die aber wichtig ist in diesem Zusammenhang, ist, dass die ukrainische Seite ein grosses Munitionslager in unmittelbarer Nähe dieses Altersheims installiert hat. Und da fragt man sich jetzt auch aus neutraler Warte von aussen schauend, was ist denn das für ein? Ist das eigentlich legal oder sind das auch Kriegsverbrechen, wenn sie neben einem Altersheim ein Munitionsdepot machen? Solche strategischen Vorrichtungen erinnern ja an die Hamas. Im Gazastreifen, die haben ja bewusst ihre militärischen Infrastrukturen auch unterhalb von zivilen Infrastrukturen, Schulhäusern und Spitälern, vielleicht auch Altersheimen installiert, um eben dann natürlich auch den Vorwurf zu kreieren, seht ihr da, der böse Feind, der bringt unsere Zivilisten um, auch wenn der in Anführungszeichen nur ein Munitionsdepot angegriffen hat. Also bleiben wir kritisch, bleiben wir skeptisch und das ist eben auch das grosse Problem. dieser allgemeinen Neutralitätsverlotterung in der Schweiz, dass wir die Fähigkeit zu verlieren drohen, eine gewisse Toleranz und eben auch Nichtbeteiligung, eine geistige Nichtbeteiligung an diesen Kriegen da draussen gelegentlich zu üben, uns unabhängig ein Bild zu machen. Wir sind ja schon in der schweizerischen Öffentlichkeit komplett Kriegspartei. Ich meine, wir haben uns da... dermassen einseitig auf die eine Seite geschlagen, dass man es ja nicht mal mehr erträgt, wenn ein Journalist, wie ich, seinen Job macht, um auch mit der anderen Seite zu reden. Das ist ja das Motiv. Man muss sich ja auch mit denen vertraut machen, mit der Seite, die sonst gar nicht zur Kenntnis genommen wird. Ich habe Ihnen schon vor den Sommerferien gesagt, dass, wenn ich da in Russland mich umhöre, dass es mir als eine sehr, sehr gefährliche Situation vorkommt. Diese ganze Eskalation, Eskalation von Seiten der Ukraine. Dann natürlich die Gegeneskalation. Das Ganze jetzt nicht als Moralethik-Seminar angeschaut, sondern einfach mal von seiner realpolitischen Dynamik her. Und jetzt siehe da, nach den Sommerferien kommen auch vereinzelt in unseren Medienartikel, ja, könnte es zur Eskalation kommen. Aber insgesamt ist die Berichterstattung eine einzige Verkätzerung und Dämonisierung der russischen Seite. Und das ist eben auch etwas Gefährliches, damit säbelt man auch an der Neutralität, damit versuchen natürlich die Medien eine Stimmung zu erzeugen, wo jeder blöd darstellt, der sagt, du, aber da müssen wir neutral bleiben, da müssen wir mal schauen, da haben vielleicht beide ihre Gründe, diesen Krieg zu führen, wir sollten uns da als Schweizer nicht so hinauslehnen. Und das Gegenteil ist der Fall, es ist alles im Zeichen des Moralismus, eben dieser sogenannten Gesinnungsraserei. Die Journalisten können schon gar nicht mehr die schweizerische staatliche Neutralität definieren. Sie wissen nicht mehr, was das ist und darum verwechseln sie auch all diese Begriffe, werfen sie in einen Topf. Schweizerische staatliche Neutralität heisst nicht Gesinnungsneutralität für die Bürger. Ganz im Gegenteil, indem der Staat neutral bleibt, gibt er die Meinung erst recht frei. Kann man denken und sagen, was man will. Das ist jetzt schwieriger, wenn der Bundesrat klare Meinungen vorgibt, sagt, das sind die Bösen. Das sind die Aggressoren. Da fällst du dem Bundesrat schon in den Rücken, wenn du diese Meinung oder auch diese Intensität der Meinung nicht teilst. Ich verfechte als Journalist ein ganz anderes Verständnis. Ich sage, es muss immer erlaubt sein, in einem Krieg die Narrative auf allen Seiten zu hinterfragen und selbstverständlich auch alle Seiten zu Wort kommen zu lassen. Das machen wir in der Weltwoche. Wir lassen... auch die ukrainische Seite zu Wort kommt, obwohl die natürlich übervertreten ist. Aber vor allem reden wir eben auch mit jenen, mit denen die anderen nicht mehr reden. Aber das ist Ihnen alles bekannt. Das muss ich hier gar nicht unterstreichen. Das ist offensichtlich und daran kann es ja keinen Zweifel geben. Gute Nachrichten noch zum Schluss. Peter Spuhler hat mit Stadler, Entschuldigung, der Zugfabrikant, hat einen tollen Effort geleistet. Kurssprung seiner Aktie, volle Auftragsbücher, grosse Aufträge, die er reingeholt hat nach schwieriger Zeit mit diversen Faktoren, die das Geschäft beeinträchtigt haben. Gratulation an Peter Spuhler. Hoffen wir, dass sich diese Erfolge als nachhaltig erweisen und in diesem Geiste verabschieden wir uns fürs Erste. Habe ich irgendetwas vergessen? Nein, ich glaube, ich habe alles drin, was man ungefähr sagen wollte und noch ein bisschen mehr. Vielen herzlichen Dank. Bis gleich. mit der internationalen Medien- und Nachrichtenschau. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen, Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst... Niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de sowohl für Print als auch digital und maßgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.