Die USA verbieten die Einfuhr neuer humanoider Roboter aus dem Ausland. Wie der Spiegel unter Berufung auf die amerikanische Telekommunikationsaufsicht FCC (Federal Communications Commission) berichtet, erfasst das Verbot autonome mobile Roboter. Darunter fallen menschenähnliche Maschinen sowie vierbeinige Roboter, sogenannte Roboterhunde. Bereits zugelassene Modelle bleiben ausgenommen. Neue Geräte dürfen nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung des US-Verteidigungsministeriums eingeführt werden.
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Die FCC begründet den Entscheid mit Risiken für die nationale Sicherheit. Netzwerkfähige Roboter könnten nach Angaben der Behörde zu Spionage, Überwachung oder Fernsteuerung missbraucht werden. Das Verbot richte sich formal nicht gegen einzelne Staaten. Die neuen Importregeln dürften jedoch in erster Linie chinesischen Herstellern den Zugang zum US-Markt erschweren. Stationäre Industrieroboter sind von den neuen Vorschriften ausdrücklich ausgenommen.
Nach der Definition der US-Behörde fallen unter die neue Regelung mobile Geräte ab zwei Kilogramm, die sich selbständig fortbewegen, Hindernissen ausweichen und über Sensoren, Netzwerkanbindung sowie Software zur autonomen Navigation verfügen. Je nach Auslegung könnten damit auch bestimmte Haushaltsroboter unter die verschärften Importvorschriften fallen. Für ihre Einfuhr wäre ebenfalls eine Genehmigung des US-Verteidigungsministeriums erforderlich.
Der Entscheid reiht sich in eine Serie ähnlicher Massnahmen ein. Bereits Ende 2025 untersagten die USA den Import ausländischer Drohnen, im Frühjahr 2026 folgte ein Verbot für ausländische Internetrouter. Auch diese Eingriffe wurden mit nationalen Sicherheitsbedenken begründet. Gleichzeitig mussten die Behörden wiederholt Ausnahmebewilligungen erteilen, weil inländische Alternativen fehlten.