Der kurz zuvor von Präsident Wladimir Putin entlassene russische Verkehrsminister Roman Starowoit ist am Montag tot in einem Auto entdeckt worden – mit einer Schusswunde. Laut Mitteilung des zentralen Ermittlungskomitees in Moskau gehen die Behörden derzeit von Selbstmord aus. Eine offizielle Begründung für die abrupte Entlassung des 53-Jährigen gab es nicht.
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Nur sechs Stunden zuvor hatte der Kreml per Erlass die Entlassung Starowoits bekannt gegeben – gut ein Jahr nach seiner Beförderung vom Gouverneur der Grenzregion Kursk ins Verkehrsministerium. Kremlsprecher Dmitri Peskow nannte ebenfalls keinen Anlass. Interimsminister ist nun Starowoits bisheriger Stellvertreter Andrei Nikitin.
Starowoits Tod fällt in eine Phase erhöhter Nervosität in der russischen Regierung. Medien spekulieren, dass Versäumnisse während seiner Amtszeit in Kursk eine Rolle gespielt haben könnten. Im August 2024 waren ukrainische Truppen zeitweise in Ortschaften der Region vorgedrungen – ein sicherheitspolitisches Desaster aus Moskauer Sicht. Zudem gibt es Mutmassungen über mögliche Korruptionsvorwürfe.
Auffällig ist der Zeitpunkt: Kurz vor seiner Entlassung kam es zu massiven Flugausfällen an mehreren russischen Flughäfen, darunter in Moskau und St. Petersburg. Die Ursache waren ukrainische Drohnenangriffe, die die Luftraumsicherung stark beeinträchtigten.
Die Behörden haben Ermittlungen aufgenommen. Offiziell heisst es, es werde «in alle Richtungen geprüft».