Russland soll im Nordwesten des Landes Tausende zusätzliche Krankenhausbetten für verwundete Soldaten vorbereiten. Zivile Krankenhäuser sollen im Herbst 2026 zusätzlich 16.000 Betten für Militärpatienten bereitstellen, nach einer anderen Quelle könnten es sogar 20.000 sein. Dies berichtet die Bild und das russische Medium Volya. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben liegt nicht vor.
Sputnik
Deutschland und Schweden üben zurzeit auf der schwedischen Insel Gotland im Rahmen von «Silver Wotan» die schnelle Verstärkung des Nato-Gebiets. Deutsche Soldaten trafen am Freitag im Hafen von Visby ein. Auch Schiffsabwehrsysteme sollen auf die Insel gebracht werden.
Der Sicherheitsexperte Nico Lange sieht die möglichen zusätzlichen Lazarettkapazitäten als Teil eines längerfristigen russischen Aufrüstungsprozesses an der Westgrenze. CDU-Aussenpolitiker Roderich Kiesewetter betonte ebenfalls, dass die Meldung zurzeit nicht unabhängig überprüft werden könne.
Kiesewetter hält mehrere Erklärungen für denkbar. Die zusätzlichen Kapazitäten könnten Verwundeten aus dem Ukraine-Krieg dienen, mit militärischen Vorbereitungen an der Nato-Ostflanke zusammenhängen oder als Signal an den Westen gedacht sein.