Die Europäische Union hat den Geschäftsträger Russlands in Brüssel einbestellt. Nach Angaben des Auswärtigen Dienstes der EU reagiert sie damit auf die jüngsten Luftraumverletzungen in Rumänien. Am vergangenen Wochenende schoss die rumänische Luftwaffe mehrere russische Drohnen im eigenen Luftraum ab.
Ein Sprecher der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas erklärte, Brüssel habe seine «scharfe Verurteilung der vorsätzlichen Verletzung des rumänischen Luftraums durch russische Drohnen» zum Ausdruck gebracht. Der Vorfall stelle eine «ernste Eskalation» dar und bedrohe die Sicherheit der Menschen in der Europäischen Union, die regionale Stabilität und den internationalen Frieden.
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Bei dem Treffen wurde zudem die Zerstörung des lettischen Honorarkonsulats in der ostukrainischen Stadt Slowjansk thematisiert. Nach Angaben Lettlands handelt es sich um die einzige dauerhaft besetzte diplomatische Vertretung eines EU-Mitgliedstaats in der Frontregion. Das Gebäude wurde demnach von einer russischen Präzisionslenkbombe vom Typ KAB-250 getroffen.
Kallas hatte nach dem Angriff bereits weitere Sanktionen gegen den russischen militärisch-industriellen Komplex angekündigt. Die Vorschläge sollen in den kommenden Wochen von den Mitgliedstaaten beraten werden.