Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag für ARD, ZDF und Deutschlandradio sind 2025 erstmals seit Jahren leicht gesunken. Wie der Spiegel unter Berufung auf den Beitragsservice berichtet, beliefen sich die Gesamterträge auf rund 8,72 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 8,74 Milliarden Euro – ein Rückgang um rund 20 Millionen Euro.
Christian Ohde
Als Hauptgrund nennt der Beitragsservice die gesunkene Zahl beitragspflichtiger Wohnungen. Diese verringerte sich 2025 um 0,18 Prozent auf rund 40,4 Millionen. Trotz des leichten Rückgangs bewegen sich die Einnahmen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit 2018 liegen sie durchgehend bei mehr als 8 Milliarden Euro.
Den grössten Anteil der Beitragseinnahmen erhielt das ZDF mit rund 2,2 Milliarden Euro. Es folgen der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit rund 1,3 Milliarden Euro sowie Südwestrundfunk (SWR) und Norddeutscher Rundfunk (NDR) mit jeweils rund 1,1 Milliarden Euro. Radio Bremen erhielt mit rund 47 Millionen Euro den geringsten Betrag.
Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bleibt derweil umstritten. ARD und ZDF haben vor dem Bundesverfassungsgericht Klage eingereicht, nachdem die Länder eine von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 58 Cent ab Januar 2025 nicht umgesetzt hatten. Die Länder vertreten die Auffassung, der Finanzbedarf der Sender sei auch ohne Beitragserhöhung gedeckt.