Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Rekordtiefe Geburtenrate: Warum bekommen Schweizer immer weniger Kinder?

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Rekordtiefe Geburtenrate: Warum bekommen Schweizer immer weniger Kinder?
Rekordtiefe Geburtenrate: Warum bekommen Schweizer immer weniger Kinder?
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Die Geburtenrate in der Schweiz ist auf einen historischen Tiefstand gefallen: Pro Frau werden im Durchschnitt noch 1,29 Kinder geboren. Das zeigt eine neue Langzeitstudie der Universität Zürich zur assistierten Reproduktion, über die der Tages-Anzeiger berichtet. Zur Erhebung der Daten wurden mehr als 5.000 Personen befragt.

© KEYSTONE / GAETAN BALLY
Vater mit Neugeborenem auf der Geburtenabteilung des Triemli Spitals Zürich
© KEYSTONE / GAETAN BALLY

Die Untersuchung führt den Rückgang auf zwei Entwicklungen zurück. Einerseits entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst gegen Kinder. Der Anteil der 20- bis 39-Jährigen ohne Kinderwunsch stieg innerhalb von gut zehn Jahren von 6 auf 17 Prozent. Andererseits verschiebt sich die Familiengründung weiter nach hinten. Frauen sind in der Schweiz bei der Geburt ihres ersten Kindes durchschnittlich 31,3 Jahre alt – ein Spitzenwert im europäischen Vergleich.

Gleichzeitig zeigt die Studie, dass Kinderlosigkeit nicht immer freiwillig ist. Rund jede fünfte befragte Person gab an, bereits von Unfruchtbarkeit betroffen gewesen zu sein. Nach Angaben der Forscher wird der Einfluss des Alters auf die Fruchtbarkeit häufig unterschätzt. Ein Drittel der Befragten glaubt demnach fälschlicherweise, die weibliche Fruchtbarkeit nehme erst ab dem 40. Lebensjahr deutlich ab.

Mit der späteren Familienplanung wächst die Bedeutung der Reproduktionsmedizin. Während sich die Zahl der In-vitro-Fertilisationen seit Jahren auf rund 6.500 Behandlungen jährlich bewegt, steigt die Nachfrage nach dem Einfrieren von Eizellen deutlich. 2024 liessen rund 3.340 Frauen ihre Eizellen konservieren – viermal so viele wie noch 2019. Etwa 2.500 Kinder kamen im vergangenen Jahr nach einer künstlichen Befruchtung zur Welt.

Die Studie verweist zudem auf die gesellschaftliche Dimension des Trends. Trotz der tiefen Geburtenrate betrachtet eine Mehrheit der Befragten Fruchtbarkeit und Kinderwunschbehandlungen als private Angelegenheit. Zugleich wird der demografische Rückgang bislang weitgehend durch Zuwanderung kompensiert. Die Debatte über die Folgen einer alternden Gesellschaft bleibt deshalb in der Schweiz vergleichsweise verhalten.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.