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Putin erhöht Truppenstärke: Kreml-Chef will Verwundete schneller an die Front zurücksenden

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Putin erhöht Truppenstärke: Kreml-Chef will Verwundete schneller an die Front zurücksenden
Putin erhöht Truppenstärke: Kreml-Chef will Verwundete schneller an die Front zurücksenden
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Russlands Präsident Wladimir Putin baut die Streitkräfte weiter aus. Ein am Montag auf einem russischen Regierungsportal veröffentlichtes Dekret erhöht die Sollstärke der Armee ab 1. August auf 2.426.130 Stellen, darunter 1.535.000 Soldaten. Gegenüber der bisherigen Regelung steigt die Zahl der Soldaten um 25.000. Darüber berichtet die Welt.

Vyacheslav Prokofyev/EPA/Keystone
Wladimir Putin bei einem Treffen mit Militärkommandanten in St. Petersburg
Vyacheslav Prokofyev/EPA/Keystone

Es ist bereits die dritte Anhebung der Truppenstärke in diesem Jahr. Nach Berechnungen des russischen Exilmediums «Meduza» hat der Kreml die Sollstärke der Streitkräfte seit Beginn des russischen Einmarsches in die Ukraine im Februar 2022 damit zum sechsten Mal erhöht. Putin hatte im Juni erklärt, im Kriegsgebiet seien inzwischen mehr als 700.000 russische Soldaten im Einsatz.

Parallel dazu treibt Moskau eine Änderung der Vorschriften für verwundete Soldaten voran. Ein Gesetzentwurf des Verteidigungsministeriums sieht vor, verletzte oder erkrankte Soldaten künftig leichter und ohne vollständige medizinische Untersuchung wieder an die Front zu schicken. Gemäss Recherche der BBC würde damit eine bereits verbreitete Praxis nachträglich legalisiert, wonach Sanitäter oder Ärzte über die Einsatzfähigkeit entscheiden statt militärischer Gesundheitskommissionen. Der Sender berichtet unter Berufung auf Gerichtsakten von einem Soldaten, der trotz einer Titanplatte im Kopf nach einer Minenexplosion wieder in den Krieg geschickt worden sei, obwohl eine Militärärztekommission eine erneute Begutachtung empfohlen hatte.

Der Krieg geht derweil unvermindert weiter. Nach Angaben des Moskauer Bürgermeisters Sergej Sobjanin griff die Ukraine den Grossraum Moskau in der Nacht auf Dienstag mit mehr als 390 Drohnen an. Die Angriffe erfolgten wenige Stunden vor dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington.

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