Die britische Regierung will Jugendliche unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Medien verbieten. Dies kündigte Premierminister Keir Starmer an. Betroffen sein sollen unter anderem Plattformen wie Tiktok, Snapchat und Instagram. Nach Angaben der Regierung soll die Regelung Anfang kommenden Jahres in Kraft treten.
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We are banning social media access for under 16s.
— Keir Starmer (@Keir_Starmer) June 15, 2026
These days kids must find their feet in a world where technology intrudes into every area of their life.
I just can’t let that go on anymore. So we’re giving children their childhoods back. pic.twitter.com/jn7iQrcwk8
Zur Durchsetzung der Altersgrenze sind laut dem Bericht neue Verfahren zur Alterskontrolle vorgesehen. Dazu zählen unter anderem Gesichtsscans, mit denen das Alter der Nutzer geschätzt werden soll. Die Medienaufsichtsbehörde Ofcom will sich dabei an bestehenden Alterskontrollen orientieren, wie sie bereits beim Alkoholverkauf gelten. Zusätzlich sind nächtliche Nutzungsbeschränkungen für 16- und 17-Jährige geplant. Ausserdem sollen Minderjährige daran gehindert werden, Livestreams zu starten, Kontakt zu fremden Erwachsenen aufzunehmen oder KI-Chatbots für romantische oder sexuelle Zwecke zu nutzen.
Hintergrund der Pläne ist eine Untersuchung von Ofcom. Diese kam im Mai zum Schluss, dass viele Kinder zwischen acht und zwölf Jahren soziale Netzwerke nutzen, obwohl dort ein Mindestalter von 13 Jahren gilt. Nach Einschätzung von Experten könnten jedoch noch strengere Alterskontrollen erforderlich sein. Als Vorbild gilt Australien, das bereits ein landesweites Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige eingeführt hat. Dort greifen Jugendliche laut ersten Erkenntnissen trotz der gesetzlichen Regelung weiterhin auf entsprechende Plattformen zu.
Starmer erklärte auf der Plattform X: «Wir verbieten unter 16-Jährigen den Zugang zu sozialen Medien.» Kinder müssten sich heute in einer Welt zurechtfinden, in der Technologie in alle Lebensbereiche eindringe. Weiter schrieb er: «Das kann ich einfach nicht länger hinnehmen. Deshalb geben wir Kindern ihre Kindheit zurück.»