Serbiens Präsident Aleksandar Vucic wirft westlichen Politikern eine Kriegsbegeisterung vor. «Sie reden alle gerne über den Krieg, weil sie glauben, dass sie gewinnen – was verrückt ist», sagte Vucic in einem Interview mit der Weltwoche. Getötete Menschen würden dabei zur blossen Statistik: «Menschen, die sterben, sind nur noch eine Zahl geworden.»
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Wenn Vucic in Gesprächen fordere, den Krieg zu beenden, heisse es: «Man werde versuchen, den Krieg zu beenden, aber nicht unter Putins Bedingungen. Wir müssen die Bedingungen diktieren.» Seine Schlussfolgerung: «Dann werden wir den Krieg nicht beenden.»
Vucic beschrieb ein Klima, in dem abweichende Stimmen nicht gehört würden. «Niemand will zuhören», sagte er; jeder sei überzeugt, «dass die Wahrheit auf seiner Seite ist». Er warnte vor einer sich verselbständigenden Dynamik: «Wenn man so viel über Krieg redet, am Ende werden wir tatsächlich einen Krieg haben.»
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