Nach mehreren Auseinandersetzungen ist ein Freibad im Bochumer Stadtteil Werne vollständig geräumt worden. Die Polizei teilte mit, sie sei am Mittwochnachmittag wegen einer gemeldeten Massenprügelei mit rund dreissig Beteiligten alarmiert worden. Wie die Welt berichtet, bestätigte sich dieser Verdacht vor Ort jedoch nicht.
Sebastian Kahnert/DPA/Keystone
Auslöser des Einsatzes war nach Polizeiangaben zunächst eine Rempelei am Beckenrand, aus der Beleidigungen und schliesslich eine körperliche Auseinandersetzung entstanden. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatten sich zahlreiche Schaulustige versammelt. Während des Polizeieinsatzes wurden die Beamten zudem auf einen weiteren Streit zwischen zwei Frauen im Alter von 33 und 35 Jahren aufmerksam. Beide erlitten leichte Verletzungen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Körperverletzung ein.
Der Betreiber Wasserwelten Bochum entschied nach den Vorfällen, das Freibad vorsorglich zu räumen und vorübergehend zu schliessen. Rund 4000 Badegäste mussten das Gelände verlassen. Nach Angaben des Betreibers gelten ab Donnerstag verschärfte Sicherheitsvorkehrungen in den Freibädern des Unternehmens. Besucher ab vierzehn Jahren müssen künftig einen Ausweis vorlegen. Ausserdem wird das Sicherheitspersonal verstärkt, und Taschenkontrollen sollen eingeführt werden.
Mit den neuen Massnahmen reagiert der Betreiber auf eine Serie von Zwischenfällen in Freibädern und will die Sicherheit für Besucher und Personal erhöhen. Die Ermittlungen zu den Auseinandersetzungen dauern an.