Polizeibehörden in Bremen und im Saarland stellen für Dreharbeiten der ARD-Krimireihe «Tatort» kostenlos Streifenwagen zur Verfügung. Wie die Bild-Zeitung berichtet, unterstützen die Behörden die Produktionen mit Einsatzfahrzeugen, sofern der reguläre Polizeibetrieb nicht beeinträchtigt wird.
Nach Angaben des saarländischen Innenministeriums wurden seit 2020 sieben «Tatort»-Folgen an insgesamt 47 Drehtagen mit siebzig Streifenwagen sowie zehn Fahrzeugen der Spurensicherung unterstützt. Die Fahrzeuge seien unentgeltlich bereitgestellt worden, um eine möglichst realitätsnahe Darstellung polizeilicher Arbeit zu ermöglichen. In Bremen stellte die Polizei für die aktuelle Folge «Deadline» an vier von 22 Drehtagen jeweils ein bis fünf Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung. Die Zusammenarbeit mit der Produktion besteht dort nach Behördenangaben seit Ende der 1990er Jahre.
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Kritik kommt von einem privaten Anbieter von Filmrequisiten. Der Geschäftsführer der Teamwork-Filmservice GmbH erklärte der Zeitung, seinem Unternehmen seien durch den Wegfall von «Tatort»-Aufträgen rund 30 Prozent des Umsatzes entgangen. Nach seinen Angaben musste die Firma inzwischen Kurzarbeit anmelden.
Anders verfährt die Hamburger Polizei. Sie verlangt für den Einsatz von Dienstfahrzeugen bei Dreharbeiten nach eigenen Angaben eine Tagespauschale von 144 Euro sowie zusätzlich 35,50 Euro pro Stunde für das vorgeschriebene Begleitpersonal.