Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will 2026 eine Bundesratsinitiative zur Einführung einer Zuckersteuer einbringen, berichtet das Portal Apollo News. Bereits im ersten Quartal will er einen entsprechenden Gesetzesantrag im Bundesrat vorlegen. Ihm wäre es lieber, bekäme man eine Reduktion des Zuckerkonsums ohne staatliche Regulierung hin, «aber so weit sind wir offenbar noch nicht», sagte Günther im Interview mit der Welt.
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Die Einführung einer Zuckersteuer sei «politisch und ökonomisch längst geboten», so Günther weiter. Der übermässige Konsum von Zucker verursache nicht nur erhebliche gesundheitliche Probleme, sondern ziehe auch «enorme gesellschaftliche Kosten» nach sich. Auch auf dem CDU-Bundesparteitag im Februar 2026 will Günther das Thema ansprechen.
Der Vorstoss folgt auf eine Forderung des Landtags von Schleswig-Holstein. Dort hatten Mitte Oktober Abgeordnete die schwarz-grüne Landesregierung aufgefordert, sich für ein entsprechendes Gesetz starkzumachen. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) verwies auf das britische Modell: Seit 2018 erhebt das Vereinigte Königreich eine Abgabe auf Softdrinks mit mehr als 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter – und verzeichnet seither sinkende Zahlen fettleibiger Kinder.