Das Pentagon gibt die Führung der internationalen Koordinierungsstelle für Militärhilfe an die Ukraine in Wiesbaden auf. Das bestätigte das US-Verteidigungsministerium, berichtet das Portal Politico. Die Leitung der Security Assistance Group-Ukraine (SAG-U) soll innerhalb des kommenden Jahres an einen europäischen Nato-Partner übergehen. Die USA bleiben über einen stellvertretenden Kommandeur des US European Command eingebunden, ziehen sich aber aus der operativen Führungsrolle zurück.
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Das Pentagon erklärte, die Massnahme diene einer stärkeren Lastenteilung innerhalb des Bündnisses und entspreche der neuen amerikanischen Verteidigungsstrategie. «SAG-U war immer als temporäre Einrichtung gedacht», teilte das Ministerium mit. Ein Nato-Vertreter erklärte, die Unterstützung der Ukraine bleibe «eine Priorität». Nach Angaben mehrerer mit den Plänen vertrauter Personen soll der Führungswechsel die laufenden Ausbildungs- und Logistikprogramme für die ukrainischen Streitkräfte nicht beeinträchtigen.
Die in Wiesbaden stationierte Security Assistance Group koordiniert seit 2024 die Lieferung westlicher Waffen an die Ukraine sowie Ausbildung, Logistik und Planung für die ukrainischen Streitkräfte. Mit dem Rückzug aus der Führungsrolle verliert Washington jedoch direkten Einfluss auf die langfristige Ausgestaltung der ukrainischen Armee.