Playmobil hat die Produktion in Deutschland eingestellt. Eine Woche vor der geplanten Schliessung des Werks im mittelfränkischen Dietenhofen ruht die Fertigung bereits. Dies bestätigte ein Sprecher der Horst Brandstätter Group der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Die verbliebenen Beschäftigten wurden bis zur offiziellen Werksschliessung am 30. Juni bei voller Bezahlung freigestellt.
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Der Spielwarenhersteller verlagert die Produktion seiner Figuren aus Kostengründen in die Werke auf Malta und in Tschechien. Nach Unternehmensangaben bleiben Produktentwicklung, Verwaltung, Marketing, Vertrieb und Logistik weiterhin in Deutschland. «Playmobil bleibt als traditionsreicher Spielzeughersteller in Deutschland verwurzelt», erklärte der Sprecher.
Von der Schliessung sind rund 350 Beschäftigte betroffen. Das Unternehmen und die Arbeitnehmervertretung einigten sich auf einen Sozialplan mit einer Transfergesellschaft und Abfindungen. Betriebsratspräsident Michael Ulbrich kritisierte gegenüber der DPA den Umgang der Unternehmensleitung mit der Belegschaft. Diese sei erst kurz vor der öffentlichen Bekanntgabe über die Werksschliessung informiert worden. «Man hat einen wertschätzenden Umgang absolut vermisst», sagte Ulbrich.
Playmobil kämpft seit mehreren Jahren mit rückläufigen Verkaufszahlen und sinkenden Umsätzen. Nach Angaben des Unternehmens machten hohe Lohn- und Energiekosten die Schliessung des Werks unausweichlich. Mit der Bündelung der Produktion soll das Unternehmen wieder nachhaltig wachsen und wirtschaftlich stabilisiert werden.