Angehörige von Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 fordern, dass New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani nicht an der Gedenkfeier zum 25. Jahrestag der Anschläge teilnimmt. Das berichtet der Fernsehsender CBS New York. Eine Onlinepetition hatte bis Dienstagmorgen bereits mehr als 23.000 Unterschriften gesammelt.
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Initiiert wurde die Petition vom 9/11-Witwer Giovanni Galante und von einer weiteren Hinterbliebenen. Galantes Ehefrau Grace Catherine Galante starb im Nordturm des World Trade Center. «Wir hatten das Gefühl, dass Mamdanis Anwesenheit gegenüber unseren Angehörigen respektlos wäre – wegen der Menschen, die er unterstützt», sagte Galante. In der Petition wird die Leitung der Gedenkveranstaltung aufgefordert, Mamdanis Teilnahme «sorgfältig zu prüfen». Die Initianten schreiben, es gebe Bedenken wegen seiner «öffentlichen Positionen, Verbindungen und Reaktionen auf Äusserungen, die viele als feindselig empfinden». Konkret werfen sie dem Bürgermeister vor, den Slogan «Globalize the Intifada» nicht eindeutig verurteilt zu haben. Kritiker verstehen den Slogan als Aufruf zur Gewalt gegen Juden.
Zudem verweisen die Unterzeichner auf Kontakte Mamdanis zu Personen, denen antiamerikanische oder extremistische Positionen vorgeworfen werden, sowie auf Äusserungen seines Vaters Mahmood Mamdani. Dieser schrieb kurz nach den Anschlägen vom 11. September ein Buch, in dem Selbstmordattentäter als Teil moderner politischer Gewalt verstanden werden müssten und nicht lediglich als Ausdruck von Barbarei. Die Petition nennt dies als weiteren Grund für ihre Ablehnung.
Nicht alle Angehörigen unterstützen den Vorstoss. Dennis McKeon, Organisator einer Gruppe von 9/11-Überlebenden auf Staten Island, sagte: «Es gab Bürgermeister und Gouverneure in den vergangenen 25 Jahren, die den 9/11-Familien ebenfalls nicht geholfen haben. Sie wurden trotzdem nie ausgeschlossen.»
Mamdani kündigte an, trotz der Kritik an der Gedenkveranstaltung teilnehmen zu wollen. «Ich werde die Familien, die Überlebenden und die Einsatzkräfte ehren, indem ich an ihrer Seite stehe», sagte er. Das September 11 Memorial and Museum erklärte, die Gedenkfeier werde bewusst «frei von Politik» gehalten. Amtsträger aller politischen Lager nähmen seit Jahren lediglich als Gäste teil, hielten keine Reden und blieben während der Zeremonie in einem dafür vorgesehenen Bereich.