Christine Lagarde, Dauerbrennerin, kriegt nicht genug. Die siebzigjährige Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB) ist offensichtlich im Rennen als Präsidentin des World Economic Forum. Dafür hat sie eine Kandidatur für Frankreichs Präsidentschaft ausgeschlagen. Kann es am Geld liegen? Der Bewohner des Élysée erhält 192 000 Euro im Jahr, der EZB-Chef 600 000. In Davos sind es zwei Millionen.
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Friedrich Merz, Pechvogel, ist offenbar nicht mal mehr als Fan willkommen. Der Bundeskanzler und bekennende Dortmund-Anhänger besuchte das Supercup-Spiel seines BVB gegen Bayern München. Pech gehabt. Die Süddeutschen gewannen und holten sich die Trophäe.
Carsten Linnemann, Kabinettsneuling, brachte einen älteren Kollegen ins Schwitzen. Der Gesundheitsminister verabredete sich bei der Regierungsklausur in Schloss Neuhardenberg mit dem vierzehn Jahre älteren Aussenminister Johann Wadephul zum Joggen. Schon beim Start war absehbar, wer eher schlappmachen würde. Finanzminister Lars Klingbeil schwang sich aufs neue – und teure – Rennrad: «Da kucke ich nicht drauf, ob es ein paar Euro mehr oder weniger sind.»
Wolfram Weimer, Kanzler-Intimus, zeigte Herz – nur nicht das eigene. Bei der Kabinettsklausur in Neuhardenberg präsentierte der Kulturstaatsminister den Ministerkollegen das in der Schlosskirche normalerweise verschlossen aufbewahrte, einbalsamierte Herz des grossen Preussen-Reformers Karl August von Hardenberg. Weimers Botschaft: Was der konnte, können wir schon lange.
Emmanuel Macron, Auslaufmodell, hat Grund zur Freude – jemand ist noch unpopulärer als er. Wie das Portal Politico meldete, wurde in Paris registriert, dass Kanzler Friedrich Merz auf 14 Prozent Popularität abgestürzt ist. Der Präsident krebst sich wieder an 20 Prozent heran. Kampf der Kellerkinder. Javier Milei, Heimwerker, blitzte bei Brasiliens oberstem Richter ab. Alexandre de Moraes untersagte es Argentiniens Staatschef, den unter Hausarrest stehenden brasilianischen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro zu besuchen. Milei, bekannt für seine Kettensäge, bezeichnete den Juristen darauf als «glatzköpfigen Müll».
Angela Rayner, Stehauffrauchen, hält ihr Geld zusammen. Die wegen einer Steueraffäre unter Keir Starmer zurückgetretene Wohnungsbauministerin will die damals erhaltene Abfindung von 16 876 Pfund nicht zurückzahlen – obwohl sie von Neu-Premier Andy Burnham in ihr altes Amt zurückgeholt wurde. Pikant: Eigentlich wollte Labour unehrenhaft entlassenen Ministern überhaupt keine Abfindung zahlen.

