Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner hat AfD-Chefin Alice Weidel und ihre Partei in einer Fernsehsendung scharf angegriffen. In der Sendung «Klartext Deutschland» von Servus TV sagte Stegner über Weidel: «Wenn ich die im Fernsehen sehe, also die kann auf jeder Geisterbahn arbeiten.» Zudem erklärte er, der schlechteste Bundestagsabgeordnete der demokratischen Parteien könne «noch immer dreimal mehr» als Weidel.
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Stegner bekräftigte, eine Zusammenarbeit mit der AfD komme «nirgendwo, aus keinem Grund und zu keinem Anlass» in Frage. Wer die Brandmauer zur AfD einreisse, «beteiligt sich an der Brandstiftung», sagte der SPD-Politiker.
Mit Blick auf Ermittlungen gegen AfD-Abgeordnete behauptete Stegner, 90 Prozent der Fälle, in denen die Immunität von Bundestagsabgeordneten aufgehoben werde, beträfen die AfD. Als Beispiele nannte er unter anderem Spionage, Landesverrat, Betrug, Körperverletzung, Erpressung und illegale Parteienfinanzierung. Wörtlich sagte er: «Das ist eine Partei, die durchsetzt ist von Kriminellen. Das sind Demokratiefeinde.» Auf die Frage nach einem möglichen AfD-Verbotsverfahren erklärte Stegner: «Dazu wird es sicher bald kommen.»
Zudem warnte Stegner vor einer möglichen AfD-geführten Landesregierung in Sachsen-Anhalt. Er äusserte die Befürchtung, vertrauliche Informationen könnten dann nach Russland oder China gelangen. Den AfD-Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund bezeichnete er als guten Verkäufer, dessen «Produkt» jedoch «grosser Mist» sei.