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Paketbombe in Monaco: Ukrainischer Unternehmer Wadim Jermolajew und Partnerin lebensgefährlich verletzt

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Paketbombe in Monaco: Ukrainischer Unternehmer Wadim Jermolajew und Partnerin lebensgefährlich verletzt
Paketbombe in Monaco: Ukrainischer Unternehmer Wadim Jermolajew und Partnerin lebensgefährlich verletzt
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Bei der Explosion einer Paketbombe in einem Wohngebäude in Monaco sind am Montagabend der ukrainische Unternehmer Wadim Jermolajew, seine Partnerin und ihr 13-jähriger Sohn verletzt worden. Jermolajew und seine Partnerin schweben nach französischen Medienberichten in Lebensgefahr, der Sohn wurde nur leicht verletzt. Die Behörden gehen inzwischen von einem gezielten Anschlag aus.

Sebastien Nogier/EPA/Keystone
Eingang des Wohnhauses in Monaco nach der Paketbomben-Explosion
Sebastien Nogier/EPA/Keystone

Nach Angaben des monegassischen Staatsministers Christophe Mirmand war der Sprengsatz in einem Paket versteckt, das im Eingangsbereich des Wohnhauses deponiert worden war. Die mit Bolzen und Schrot gefüllte Bombe detonierte kurz nachdem die Familie das Gebäude betreten hatte. Überwachungskameras zeigen laut den Ermittlern, dass der Täter die Familie zuvor beobachtet und das Paket erst unmittelbar vor ihrer Rückkehr abgelegt hatte. Der Verdächtige flüchtete anschliessend zu Fuss ins benachbarte französische Beausoleil und wird weiterhin gesucht.

Jermolajew zählt zu den vermögendsten Unternehmern der Ukraine und lebt seit Beginn des russischen Angriffskriegs in Monaco. Sein Firmenkonglomerat Alef ist unter anderem in den Bereichen Immobilien, Industrie und Getränke tätig. Ende 2023 setzte ihn der ukrainische Rat für nationale Sicherheit und Verteidigung auf die Sanktionsliste. Kiew wirft ihm vor, Unternehmen seiner Gruppe hätten ihre Geschäfte auf der von Russland besetzten Krim nach der Annexion fortgeführt und dort unter russischer Verwaltung weiter Alkohol verkauft sowie Steuern an den russischen Staat entrichtet. Jermolajew weist die Vorwürfe zurück.

Monaco gilt als einer der sichersten Staaten Europas und verfügt über ein dichtes Netz von Überwachungskameras. Einen vergleichbaren Fall habe es im Fürstentum bislang nicht gegeben, sagte Mirmand. Fürst Albert II. bezeichnete die Explosion als «kriminelle Tat» und als «Schock für die gesamte monegassische Gemeinschaft». Die Staatsanwaltschaft will am Dienstagnachmittag über den Stand der Ermittlungen informieren.

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