Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Ohne Rückendeckung der USA»: Netanjahu bereitet Israel auf möglichen Alleingang gegen den Iran vor

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Ohne Rückendeckung der USA»: Netanjahu bereitet Israel auf möglichen Alleingang gegen den Iran vor
«Ohne Rückendeckung der USA»: Netanjahu bereitet Israel auf möglichen Alleingang gegen den Iran vor
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zieht laut einem Medienbericht einen Militärschlag gegen den Iran auch ohne Unterstützung der USA in Betracht. Das berichtete der Fernsehsender i24 News unter Berufung auf eine Kabinettssitzung in Jerusalem. Netanjahu habe erklärt, Israel könne sich in einer Situation wiederfinden, in der es dem Iran «allein, ohne Rückendeckung der USA» gegenüberstehe – «mit allen damit verbundenen Kosten».

Avi Ohayon/Keystone
Benjamin Netanjahu auf dem Dach der Kirya in Tel Aviv
Avi Ohayon/Keystone

Die Äusserungen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten. Inzwischen haben die USA nach dem mutmasslichen Abschuss eines amerikanischen Apache-Kampfhelikopters nahe der Strasse von Hormus Vergeltungsschläge gegen iranische Radar- und Luftverteidigungsstellungen durchgeführt. Washington bezeichnete die Angriffe als verhältnismässige Antwort auf iranische Aggressionen.

Nach Angaben von i24 News räumte Netanjahu ein, dass ein Alleingang erhebliche Folgen hätte. Er nannte höhere Rüstungsausgaben sowie die Gefahr internationaler Isolation. Israel hoffe zwar, dass ein solches Szenario nicht eintrete, müsse sich jedoch darauf vorbereiten.

Der israelische Sicherheitsexperte Danny Citrinowicz bezeichnete einen grösseren Militärschlag ohne amerikanische Unterstützung als «massives strategisches Wagnis». Israel sei in zentralen Bereichen wie Luftverteidigung, Aufklärung sowie politischer und militärischer Rückendeckung eng auf die Vereinigten Staaten angewiesen.

Zugleich warnte Citrinowicz vor möglichen Folgen für das Verhältnis zu Washington. Sollte die US-Regierung ein Abkommen mit dem Iran als wichtigen diplomatischen Erfolg betrachten, könnte eine einseitige israelische Militäraktion die Beziehungen zwischen beiden Verbündeten erheblich belasten.

Die jüngsten Entwicklungen legen wachsende Differenzen zwischen Trump und Netanjahu offen. Gegenüber der Financial Times machte Trump deutlich, wer aus seiner Sicht das Sagen hat: «Ich bestimme den Kurs. Netanjahu bestimmt ihn nicht.» Wer den westlichen Kurs gegenüber Teheran tatsächlich vorgibt, wird damit zunehmend zur offenen Frage.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.