Die obersten Regelhüter des Weltfussballs erklären, dass Nati-Spieler Breel Embolo im WM-Viertelfinal gegen Argentinien nicht des Feldes hätte verwiesen werden dürfen. Dies bestätigt das International Football Association Board (IFAB) in einem Rundschreiben, wie die «New York Times» berichtet.
Der Platzverweis beruhe auf einer falschen Anwendung der sogenannten «Mistaken Identity»-Regel. Im Viertelfinal hatte Schiedsrichter João Pinheiro zunächst ein Foul von Leandro Paredes geahndet und dem Argentinier die Gelbe Karte gezeigt. Nach einem Eingriff des Video-Assistenten nahm der Unparteiische die Verwarnung zurück und zeigte stattdessen Embolo wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte.
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Da der Schweizer Stürmer bereits verwarnt gewesen war, musste er mit Gelb-Rot vom Platz. Laut IFAB darf «eine Gelbe Karte, die nicht zu einer Gelb-Roten Karte führt, nur überprüft werden, um den Spieler zu identifizieren, der das geahndete Vergehen tatsächlich begangen hat. Das Vergehen selbst darf weder überprüft noch geändert werden».
Die Regelinstanz hält zugleich fest, dass diese Auslegung im Rahmen einer umfassenden Überprüfung des VAR-Protokolls berücksichtigt werden könne. Bis zum Abschluss dieser Überprüfung dürfe sie jedoch nicht in der angewendeten Weise eingesetzt werden.