Der Machtkampf in der AfD zwischen dem Bundesvorstand und dem nordrhein-westfälischen Landesverband spitzt sich zu. Der Landesverband setzte seinen Parteitag in Marl trotz der Aufforderung von Parteichefin Alice Weidel und Co-Parteichef Tino Chrupalla fort, die Versammlung abzubrechen und die Landesliste neu aufzustellen. Dies berichtet die «Bild»-Zeitung.
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Der Landesverband soll unter Vorsitz von Martin Vincentz beim Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen den Bundesvorstand beantragt haben. Ziel sei es, Weidel und Chrupalla zu untersagen, in die Aufstellung der Landesliste einzugreifen. Der Bundesvorstand kann bis zum 22. Juli Stellung nehmen.
Ein Antrag von Anhängern Weidels auf Abbruch des Parteitags fand unter den Delegierten keine Mehrheit. Nach dem Scheitern des Vorstosses verliessen Unterstützer der Bundesvorsitzenden den Saal. Anschliessend setzte der Landesverband die Wahl der Kandidaten für die Landtagswahl fort.
Bereits am vergangenen Wochenende war der Parteitag von Auseinandersetzungen überschattet worden. Im Zentrum des Konflikts stehen die Lager um Landeschef Martin Vincentz und den Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich. Nach Darstellung der Bundespartei bestehen rechtliche Risiken für die Gültigkeit der Landesliste. Der nordrhein-westfälische Landesverband weist diese Einschätzung zurück.