Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft weist eine Beteiligung staatlicher Stellen an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines zurück. Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die Ukraine, ihre Behörden oder einzelne Amtsträger an den Explosionen in der Ostsee im September 2022 beteiligt gewesen seien oder entsprechende Anweisungen erteilt hätten, erklärte die Behörde am Donnerstag. Zugleich schlug sie die Bildung einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe mit Deutschland vor. Die Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen, weitere Erkenntnisse würden laufend gesammelt und ausgewertet.
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Die Erklärung folgt auf die Anklage der deutschen Bundesanwaltschaft gegen den ehemaligen ukrainischen Offizier Serhii K. Nach Angaben der Bundesanwaltschaft wird ihm unter anderem Mittäterschaft an einem Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die Ermittler gehen davon aus, dass er im Auftrag nicht näher benannter ukrainischer Staatsorgane gehandelt und gemeinsam mit weiteren Militärangehörigen die Anschläge geplant und ausgeführt haben soll. Serhii K. war im August in Italien festgenommen und im November nach Deutschland überstellt worden. Er bestreitet die Vorwürfe.
Bei den Explosionen im September 2022 wurden drei der vier Stränge der Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 zerstört.