US-Vizepräsident J. D. Vance will eine mögliche Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 erst nach den Zwischenwahlen im kommenden Jahr mit seiner Familie besprechen. Das sagte Vance in einem Interview mit CBS. «Usha und ich werden uns auf jeden Fall zusammensetzen und darüber sprechen, was als Nächstes für unsere Familie kommt», erklärte er. Entscheidungen treffe er grundsätzlich erst dann, wenn sie tatsächlich anstünden.
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Vance betonte zugleich, dass es bislang keine konkreten Gespräche mit Präsident Donald Trump über eine mögliche Kandidatur gegeben habe. Trump werde jedoch jede Entscheidung unterstützen, die er treffe. «Ich habe keinen Zweifel daran, dass der Präsident der Vereinigten Staaten alles unterstützen wird, was ich letztlich entscheide», sagte Vance.
Der 41-Jährige gilt innerhalb der republikanischen Partei als einer der aussichtsreichsten Bewerber für die Nachfolge Trumps. Seit seinem Amtsantritt als Vizepräsident wird in Washington regelmässig über seine politischen Ambitionen spekuliert. Zuletzt traten Vance und Aussenminister Marco Rubio mehrfach gemeinsam bei öffentlichen Auftritten der Regierung auf. Beobachter werten dies als Teil einer frühen Positionsbestimmung für die Zeit nach Trump.
Auf die Frage nach Gesprächen über seine politische Zukunft sagte Vance, er selbst spreche das Thema gegenüber Trump nicht an. Der Präsident tue dies jedoch regelmässig. «Der Präsident ist ein politisches Tier. Er liebt diese Dinge. Er ist sehr fasziniert davon», erklärte Vance. Über konkrete Pläne oder Absprachen gebe es jedoch keine Details.
Nach Angaben der Washington Post spielt auch die Familiensituation eine Rolle bei der Entscheidung. Vance und seine Ehefrau erwarten Ende Juli ihr viertes Kind. Vertraute des Vizepräsidenten hatten dies bereits als einen Grund genannt, weshalb bislang keine Entscheidung über eine Kandidatur gefallen sei.