Die Betreiberin des Berliner Cafés «Eule im Park» hat einem Gast nach eigenen Angaben den Verkauf eines Latte Macchiato verweigert, weil sie ihn aufgrund seiner Krawatte als Anhänger der AfD erkannt haben will. Den Vorfall machte sie anschliessend selbst auf dem öffentlichen Instagram-Kanal des Cafés bekannt und kündigte an, auch künftig keine AfD-Anhänger oder Personen zu bedienen, die sie als «Nazis» einstuft, wie das Portal Apollo News berichtet.
Christian Beutler/Keystone
In einem unter der Überschrift «No Latte for AfD» veröffentlichten Video schilderte die Café-Betreiberin, der Mann habe einen Latte Macchiato bestellen wollen, nachdem sie ihn wegen seiner Krawatte als «AfDler» identifiziert habe. Sie habe die Bedienung verweigert. Nach ihrer Darstellung habe der Gast darauf hingewiesen, eine Gastronomin müsse unpolitisch sein. Darauf habe sie mit «Nö» geantwortet.
In einem weiteren Video erklärte die Betreiberin, nach der Veröffentlichung des Vorfalls seien zahlreiche negative Online-Bewertungen für das Café eingegangen. Dies werde ihrem Geschäft jedoch nicht schaden. Sie kündigte an: «Wir werden immer, immer, immer existieren, und ich werde immer, immer, immer, wenn ich es erkenne, keinen Nazis Kaffee ausschenken.» Forderungen, mit AfD-Anhängern das Gespräch zu suchen, wies sie zurück. Schlechte Bewertungen wolle sie gegebenenfalls öffentlich machen.
In einem dritten Video bezeichnete sie den Gast als «AfD-Vollschmock» und erklärte, die Kritik in den sozialen Netzwerken habe sie in ihrer Haltung bestätigt. Deshalb wolle sie ein Schild anbringen, das darauf hinweise, dass im Café keine «Nazis oder solche, die es werden wollen oder solche, die sich einfach für die AfD entscheiden», bedient würden. In einer Instagram-Story veröffentlichte sie zudem ein Foto eines Schildes mit der Aufschrift «Zutritt nur mit Mindesthirn!» und kommentierte dazu: «Sollte überall gelten.»