Eine interne Krisensitzung im Weissen Haus soll die Sorge der Trump-Regierung über die politischen Folgen der Epstein-Affäre offenbart haben. Dies berichten die New York Times-Journalisten in einem neuen Buch.
Demnach trafen sich im Juli 2025 mehrere hochrangige Regierungsvertreter im Situation Room des Weissen Hauses, um über den Umgang mit den sogenannten Epstein-Akten zu beraten. Anwesend gewesen seien unter anderem Vizepräsident J.D. Vance, Stabschefin Susie Wiles, Justizministerin Pam Bondi und FBI-Direktor Kash Patel.
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Laut dem Bericht warnte Vance vor den politischen Folgen der Affäre und sagte: «Das ist ein riesiges Problem.» Hintergrund war die Empörung in Teilen der Maga-Bewegung, nachdem das US-Justizministerium und das FBI erklärt hatten, bei ihren Untersuchungen keine geheime «Kundenliste» prominenter Personen gefunden zu haben.
Vance soll sich für eine vollständige Veröffentlichung der Akten ausgesprochen haben. Nach Angaben der Autoren habe er argumentiert, der Kongress werde die Freigabe der Dokumente ohnehin erzwingen. Eine freiwillige Veröffentlichung könne der Regierung ermöglichen, Transparenz zu demonstrieren und Spekulationen entgegenzuwirken.
Diskutiert worden sei auch ein möglicher Umgang mit Ghislaine Maxwell, der langjährigen Vertrauten des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein. Kommunikationschef Steven Cheung habe dabei vor einer Begnadigung gewarnt. Eine solche Massnahme würde aus seiner Sicht «ein gewaltiges PR-Problem» verursachen.
Der Bericht stützt sich auf Gespräche mit zahlreichen Personen aus dem Umfeld des Präsidenten.