Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

New York Times berichtet: Israelischer Geheimdienst wollte Irans Ex-Präsident Achmadinedschad nach Sturz des Mullah-Regimes an die Macht bringen

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
New York Times berichtet: Israelischer Geheimdienst wollte Irans Ex-Präsident Achmadinedschad nach Sturz des Mullah-Regimes an die Macht bringen
New York Times berichtet: Israelischer Geheimdienst wollte Irans Ex-Präsident Achmadinedschad nach Sturz des Mullah-Regimes an die Macht bringen
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad soll über Jahre versucht haben, den früheren iranischen Präsidenten Machmud Achmadinedschad als Verbündeten für einen Machtwechsel im Iran zu gewinnen. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf amerikanische und iranische Regierungsvertreter sowie frühere US-Geheimdienstmitarbeiter. Ziel der Operation sei gewesen, Achmadinedschad nach einem Sturz der Islamischen Republik als neuen Staatschef einzusetzen.

Keystone
Irans Ex-Präsident Machmud Achmadinedschad in seinem Büro in Teheran
Keystone

Achmadinedschad regierte den Iran von 2005 bis 2013 und gehörte lange zu den schärfsten Gegnern Israels. Während seiner Amtszeit beschleunigte er das iranische Atomprogramm, bestritt den Holocaust und rief wiederholt zur Zerstörung Israels auf. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt geriet er jedoch zunehmend mit der politischen und religiösen Führung des Landes in Konflikt. Mehrfach durfte er nicht erneut für das Präsidentenamt kandidieren und entwickelte sich zu einem Kritiker des Establishments.

Nach Angaben der New York Times sah er schliesslich in einem Machtwechsel seine einzige Chance auf eine Rückkehr an die Staatsspitze. Gemäss den Recherchen nahm der Mossad spätestens 2023 Kontakt zu Achmadinedschad auf. Mehrere Auslandsreisen, unter anderem nach Guatemala und Ungarn, sollen als Gelegenheit für geheime Treffen mit israelischen Agenten gedient haben. Während zweier Aufenthalte in Budapest traf Achmadinedschad demnach auch den damaligen Mossad-Direktor David Barnea. Israel soll ausserdem Kosten für Reisen und Unterkünfte übernommen haben. Die CIA sei über die Kontakte informiert worden.

Ihren Höhepunkt erreichte die Operation Ende Februar 2026 während der ersten Tage des Kriegs zwischen Israel und dem Iran. Nach einem israelischen Luftangriff auf Achmadinedschads Wohnanlage sollen Mossad-Agenten den früheren Präsidenten aus Teheran in ein geheimes Versteck gebracht haben. Von dort aus sollte offenbar der geplante Machtwechsel vorbereitet werden. Der Plan scheiterte jedoch. Achmadinedschad verliess das Versteck später unter ungeklärten Umständen und tauchte erst vergangene Woche bei der Trauerfeier für den getöteten Revolutionsführer Ali Chamenei wieder öffentlich auf. Nach Angaben mehrerer iranischer Regierungsvertreter steht er inzwischen unter Hausarrest des Geheimdienstes der Revolutionsgarden. Weder der Mossad noch Achmadinedschads Sprecher wollten den Bericht der New York Times kommentieren.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.