Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Negerbrot-Schokolade»: Aktivisten verschmieren österreichische Traditionskonditorei

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
«Negerbrot-Schokolade»: Aktivisten verschmieren österreichische Traditionskonditorei
«Negerbrot-Schokolade»: Aktivisten verschmieren österreichische Traditionskonditorei
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Eine Schmieraktion gegen die Klagenfurter Traditionskonditorei Zehrer hat den seit Monaten schwelenden Streit um die Bezeichnung einer Schokoladenspezialität weiter verschärft. Nach Angaben des Unternehmens beschmierten Aktivisten die Fassade und Schaufenster des Geschäfts mit Parolen und brachten Protestplakate an. Die Konditorei erstattete Anzeige, die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Dies berichtet das österreichische Portal Heute.

zehrer.at
«Negerbrot-Schokolade»: Aktivisten verschmieren österreichische Traditionskonditorei
zehrer.at

Auslöser der Auseinandersetzung ist eine Nussschokolade, die seit Jahrzehnten unter der Bezeichnung «Negerbrot-Schokolade» verkauft wird. Nachdem der Produktname Ende 2025 in sozialen Medien Kritik ausgelöst hatte, erklärte die Konditorei gegenüber der Kleinen Zeitung, die Spezialität werde intern bereits seit längerer Zeit «Erdnussbrot» genannt. Eine offizielle Umbenennung lehnt der Familienbetrieb jedoch ab. Viele Stammkunden kennten das Produkt seit Generationen unter dem bisherigen Namen und verbänden damit Kindheitserinnerungen. Die Bezeichnung sei nicht abwertend gemeint und werde mit der Zeit ohnehin aus dem Sprachgebrauch verschwinden, hiess es.

Mit dieser Haltung wollte sich das «Widerstandskollektiv Klagenfurt/Celovec» nicht zufriedengeben. Die Gruppe bekannte sich zu der nächtlichen Protestaktion und veröffentlichte Bilder davon in den sozialen Medien. Nach eigenen Angaben richtete sich die Aktion gegen den Verkauf einer Schokolade, die aus Sicht der Aktivisten eine rassistische Bezeichnung trage. Auf den angebrachten Plakaten standen unter anderem Parolen wie «Kindheitserinnerungen rechtfertigen keinen Rassismus». Das Kollektiv erklärte, die Konditorei bereits Ende 2025 auf die aus seiner Sicht problematische Produktbezeichnung hingewiesen zu haben. Nachdem eine Umbenennung abgelehnt worden sei, habe man mit der Aktion ein Zeichen gegen Rassismus setzen wollen.

Der Geschäftsführer der Konditorei verurteilte das Vorgehen als feige. Die Täter seien vermummt in der Nacht aufgetreten, statt ihre Kritik offen vorzubringen. Weniger als einen Tag nach der Schmieraktion reagierte das Unternehmen zudem mit einer neuen Sonderedition seines Produkts. Im Webshop wird eine «Linksextreme Edition Zartbitter» angeboten, die ausdrücklich auf den Vorfall Bezug nimmt. Die Auseinandersetzung hat damit neben einer strafrechtlichen auch eine wirtschaftliche und politische Dimension erhalten. Klagenfurts Vizebürgermeister Patrick Jonke sprach von einem gezielten Angriff auf einen traditionsreichen Familienbetrieb und forderte eine rasche Aufklärung der Tat.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.