Kapitel
- Einleitung und Begrüssung
- Weltwoche Daily, die andere Sicht
- Wichtigkeit eines kühlen Kopfes
- Internationale Lage und NATO-Gipfel
- NATO-Gipfel in Ankara
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Grüezi miteinander, ganz herzlich willkommen und einen wunderschönen guten Morgen, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Freunde aus nah und fern. Freitag, der 10. Juli 2026, Weltwoche Daily, die andere Sicht, schweizerische Ausgabe, unabhängig, kritisch, gut gelaunt und zuversichtlich. Schön sind Sie da. In angespannten, in aufgewühlten Zeiten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ich bin weit davon entfernt, dass mir das immer gelänge, aber ich versuche mich dann doch immer wieder zurück zu besinnen. Und die internationale Lage ist extrem angespannt, sie ist aufgewühlt. Wir haben über diesen Gipfel der NATO in Ankara gesprochen. Und wir müssen uns hier einfach eine Tatsache glasklar vor Augen führen. An diesem NATO-Gipfel in Ankara hat die Nordatlantische Militärallianz, die im Grunde gar keine Daseinsberechtigung mehr hat, Weil sie ein Produkt des Kalten Krieges ist und weil sie diesen Kalten Krieg in unserer heutigen Zeit zum einen geistig bewahrt, zum anderen aber durch eben unklare Zuschreibung der Aufgaben immer wieder in heisse Kriege zu eskalieren droht, diese NATO hat Russland. soeben den Krieg erklärt. Und das ist die Wahrnehmung, die ich aus Russland höre. Und natürlich im Westen lösen solche Befunde dann immer wieder reflexhaft Überheblichkeit, Häme und eine Weigerung aus solche Wahrnehmungen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Das ist einfach komplett verrückt. Die NATO hat Russland den Krieg erklärt. Donald Trump, der amerikanische Präsident, hat in einem peinlichen Auftritt mit dem ukrainischen Präsidenten Zelensky, der ukrainischen Seite, jetzt auch in Lizenz, die Eigenproduktion von Patriot-Raketen versprochen. Das Ganze wird jetzt hier einfach nochmal den Druck auf den Kessel massiv erhöhen. Und ich werde in der internationalen Ausgabe versuchen, einmal im Grundsätzlichen meine allertiefsten Sorgen und auch Empfindungen bei dieser ganzen Sache hier zum Ausdruck zu bringen. Immer auch mit der Absicht, eine Gegenreaktion. eine Diskussion auszulösen. Aus schweizerischer Sicht müssen wir uns einfach fragen, muss ich unser Bundesrat fragen, muss ich unser Departementschef in Sachen Verteidigung fragen, Martin Pfister? Wollen wir uns wirklich einer Organisation annähern, nämlich der NATO, die keinen klaren Auftrag hat? die uns auch nicht helfen wird im Ernstfall, das können Sie vergessen. Die Kavallerie kommt nicht, wenn man sie braucht, aber Sie können Gift darauf nehmen, dass die Schweizer Soldaten dann an diese Kriegsschauplätze schicken können, über die die NATO ohne schweizerische Mitentscheidung selber dann befinden wird und bestimmen wird. Da können sie sicher sein. Also dass wir Soldaten schicken können, dass dann die Leichensäcke zurückkommen, das ist klar. Aber ob dann die NATO uns hilft, wenn irgendwann mal ein Problem entsteht, das ist alles andere als gesichert. Wollen wir uns dem annähern? Wollen wir unsere Neutralität in dieser pranggefährlichen internationalen Lage weiter beschädigen? Diesen Goldschatz der schweizerischen Glaubwürdigkeit? Aufopfern Aufgrund der Verlotterung, Verwahrlosung und Dekadenz unseres Landes, das sind hier einfach die Fragen, die man sich vor Augen halten muss. Nach meiner Beurteilung ist spätestens dieser Ankara-Gipfel, müsste der eigentlich, aber das wird nicht passieren, müsste die Alarmglocken läuten lassen in Bern. Dass diese Internationalisten und NATO-Turbos jetzt endlich zur Vernunft kommen. Und ich muss im Zusammenhang mit der auch sehr schillenden und schwankenden Rolle der Vereinigten Staaten von Amerika, ja, zu meinen, die Bewunderung, der Respekt, jetzt auch angesichts des Geburtstages, 250 Jahre. Dann aber doch auch jetzt das Versagen des amerikanischen Präsidenten Trump, eine konsistente Politik der Konflikt-Nicht-Eskalation zu betreiben in der Ukraine. Das aufgrund von all dem, meines Erachtens auch der Entscheid, hier den F-35 zu kaufen. Diesen super teuren Flieger, den wir ja kaum starten können. Ohne gleich den Luftraum anderer Länder zu verletzen. Ob wir denen jetzt wirklich diese Milliarden hinterherwerfen sollen, um diesen Flieger zu kaufen, also ich zweifle immer mehr. Wir sollten uns da unabhängiger machen von der NATO und wir sollten uns auch unabhängiger machen von den Vereinigten Staaten von Amerika, die uns übrigens mehr plagen als die Russen. Mit ihren Zöllen, mit ihrem Druck auf die Banken. Was haben uns eigentlich die Russen zu Leide getan? Überhaupt nichts. Aber die Schweizer Politik, in einem Akt des Freundlichkeitsverrats, hat die EU-Sanktionen eins zu eins übernommen. Da muss man sich nicht wundern, wenn das internationale Prestige der Schweiz leidet, das ist nicht so schlimm, aber die Sicherheit der Schweiz leidet, wenn wir unsere Neutralität aufgeben. Ja, ich bin enttäuscht von Trump. Er denkt jetzt natürlich, dass... Und das ist auch der Fehler des russischen Präsidenten. Das habe ich gestern in der Diskussionssendung mit Wladimir Solowjow ganz klar herausgestrichen. Ist übrigens hoch hergegangen. Wir sind uns da richtig an die Gurgel gesprungen. Es sind also keine Showkämpfe. Ich habe da etwas die Reaktionen angeschaut. Nein, das ist eine, ich glaube, ziemlich... Einzigartige Form der Auseinandersetzung, die da stattfindet. Ich gebe Solovyov in vielen Punkten recht. Dieser Ukraine-Krieg ist natürlich heraufbeschworen worden von der westlichen Seite. Da gibt es überhaupt nichts zu deuteln. Man hat das sehenden Auge, es ist nicht das Schlafwandler. Auf offener Bühne hat man diese NATO-Osterweiterung betrieben und einfach gesagt, interessiert uns nicht, was der Russe sagt. Wir ziehen das jetzt durch. Wir müssen die Russen sowieso zurückdrängen, herunterstufen, strategisch schwächen. Die sind ja schwach. Ich empfinde das als hochgradig ungerecht, was da Russland nach dem Zweiten, nach dem Kalten Krieg zugemutet worden ist. Das stört mein Gerechtigkeitsempfinden. Ja, weil ich den Westen nicht nur an diesen sterilen Formeln wie internationale Rechtssatzungen, Völkerrecht messe an all diesen Schaumgebilden. Nein, weil ich den Westen am Begriff der Fairness messe. Und das, was man mit den Russen gemacht hat, nach dem Ende des Kalten Krieges, ist absolut unfair. Ja, der Fehler des russischen Präsidenten besteht darin, dass er die Situation falsch eingeschätzt hat. Er hat die Ukraine unterschätzt, er hat den Westen unterschätzt und er hat sich selber überschätzt. Und sein Fehler, seine Schuld an der ganzen Sache ist, dass er natürlich im Februar 2022 diesen Krieg eskaliert hat und uns in diese ganze Misere hineingeritten hat. Denn mit seiner Eskalation hat er natürlich die Eskalation auch auf der anderen Seite seinerseits heraufbeschworen. Und darum ist das natürlich Unsinn. Was da die RT-Chefin Margarita Simonian im Gespräch mit mir ziemlich aggressiv vorgetragen hat, da habe ich mich ehrlich gesagt geärgert, aber ich hätte vielleicht ein bisschen... straffer reagieren müssen, aber ich bin bei Gästen in meinem Programm vielleicht immer etwas überfreundlich oder neige dann auch zur Feigheit des Gastgebers. Wie auch immer habe ich dann geärgert, habe sie dazu leicht durchkommen lassen, um Himmels Willen. Aber wenn sie sagt, die Russen hätten gar keine Verantwortung für diese Eskalation, dann stimmt das nicht. Aber es ist natürlich Ausdruck, authentischer Ausdruck. eines Gefühls, das ich nachvollziehen kann, dass sich die Russen über den Tisch gezogen vorkommen und vom Westen auf eine Art und Weise behandelt, die wirklich sehr, sehr unfair ist. Und was mich stört, was mich an unseren Medien ärgert und an all diesen ahnungslosen Publizisten, die da in ihren geschlossenen Abteilungen hinter ihren Bildschirmen sitzen und mit den Russen nicht reden, Aber permanent sich die Schuhe an mir abputzen und sich aufregen, dass ich mit denen rede. Ja, redet doch selber mit denen. Diese Trottel, die da draussen einfach ihre lächerlichen Zensuren abgeben. Und ich kann das nachvollziehen, dass die Russen das ausblenden, weil für sie das ja auch eine Art Treuebruch ist. Ich glaube auch sehr viele Russen nach dem Ende des Kalten Kriegs, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, haben sich wirklich gefreut und haben darauf gesetzt, dass man mit dem Westen jetzt vertrauensvoll zusammenarbeiten kann. Und bei allen Fehlern, die die Russen auch gemacht haben, um dieses wechselseitige Vertrauen zu stören, ist der grosse... schnaubende Elefant in der Mitte des Zimmers, über den niemand redet, ist eben, dass der Westen sich so überheblich verhalten hat, aber nicht nur überheblich, sondern eben Russland versucht hat zu schwächen, zu destabilisieren und nichts unternommen hat, um diese Eskalation, die... angefangen wurde. Nicht von Putin, er hat sich einfach auf eine neue kriegerische Stufe gehoben, 22. Aber dieser Krieg ist angefangen worden vom Westen durch die Aufhetzung der Ukraine in die NATO. Man hat da jene Kreise in der Ukraine, die Ultranationalisten, die die Nazikriegsverbrecher verherrlichen. Die hat man aufmunitioniert. An deren Seite hat man sich gestellt. Und darum kann ich nichts mehr davon hören, wenn Sie bei uns da in der EU von Wertegemeinschaft sprechen. Einfach dummes Zeug. Wenn man sich kritiklos an die Seite der Ukraine stellt, die sprachliche Minderheiten diskriminiert, die Nazi-Verbrecher verherrlicht, dann ist das einfach keine Wertegesellschaft, sondern eine Gesellschaft der Unwerte. Oder der Umwertung der Werte. die da stattfindet. Was auch ausgeblendet wird auf der westlichen Seite, da hat Wladimir Solowjow recht in unserer Sendung, aber wenn ich an ein russisches Publikum spreche, muss ich ja nicht das russische Narrativ unterstützen, da muss ich auch Gegensteuer geben, damit sie eine andere Sicht zur Kenntnis nehmen. Aber er hat natürlich recht, dass im Vorfeld dieses Februars 2022 die Ukrainer, massiv unterstützt von der NATO, massiv unterstützt von den Western, einen gewaltigen Truppenaufmarsch gegen den Donbass und gegen die Krim haben laufen lassen. Gegen eine Krim, die damals schon Teil Russlands war. Und wenn man das alles ausblendet, und wenn unsere Journalisten, die von Tuten und Blasen nicht die geringste Ahnung haben, die sich einfach hier zu seelenlosen Sprachrohren dieser NATO-Propaganda gemacht haben, die gleichen Journalisten, die dem Migrationsdebakel seit zehn Jahren zuschauen, die gleichen Journalisten, die eine Stimmung heraufbeschworen haben, dass unser Bundesrat, unser kraftloser, rückgratloser Bundesrat, in dieser Frage die Neutralität preisgegeben hat, im Februar 2022. Wenn diese Journalisten sich jetzt da irgendwie anmassen, sich zu diesem Thema einigermassen kompetent äussern zu können, dann liegen sie einfach falsch. Dieser Krieg nimmt eine sehr unheilvolle Dimension an. Ich stelle jetzt hier meine Befürchtung, meine Sorge, meine Einschätzung zur Diskussion, dass dieser ganze Krieg in seinem Ursprung, wir reden jetzt nicht von den praktischen Auswirkungen, in seinem Ursprung vom Westen zu verantworten ist, in ganz wesentlichen Teilen, Putin hat auch einen Teil, hat auch seine grossen Fehler gemacht, aber die ganze Misere angestoßen haben die Westler und die Ungerechtigkeit ist für mich mit Händen zu greifen. Vor allem auch deshalb, weil der Westen hat den kalten Krieg gewonnen. Und wenn du gewonnen hast, dann hast du den Auftrag, den Verlierer nicht zu demütigen und nicht zu schädigen. Und in Bern sollten sie aufhören, sich dieser NATO, sich diesem Bündnis der Kriege und der Unsicherheiten anzuschliessen. Patriot-Lizenzen für die Ukraine. Trump heizt den Krieg an. Er fühlt sich sicher hinter seinem Ozean, hat es auch gesagt. Und wenn sich die Europäer hergeben, sich instrumentalisieren lassen und es hier zu einem grossen Krieg kommt, sind sie selber schuld. Kurt Fluri tritt zurück und kommt damit der Regierung zuvor. Solothurner Spitäler AG, SOH, da war Kurt Fluri, der langjährige Nationalrat und Stadtpräsident von Solothurn, Verwaltungsratspräsident. Es gab Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit Finanzzahlungen. Sehr hohe Löhne, Abgangsentschädigungen, die Rede ist von einem 500'000-Franken-Bonus, der da zu hoch vergolten wurde, also eine Abgangsvereinbarung. 5,5 Millionen Franken seien da insgesamt an Funktions- und Marktzulagen bezahlt worden, zu hoch. Und da hat der Kurt Fluri das Vertrauen verloren. Kurt Fluri, einer der Politiker mit extrem vielen Pöstchen, und wir haben ja in der aktuellen Ausgabe noch vor seinem Rücktritt jetzt von Philipp Gut diesen Artikel, wie er sich in diesen Pöstchen verheddert. Nun, Kurt Fluri ist für mich in anderer Hinsicht in Erinnerung geblieben. Kurt Fluri ist der Star-Architekt der Nicht-Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative im Dezember 2016 im Nationalrat. Kurt Fluri ist der Star-Architekt dieser Nicht-Umsetzung und er hinterlässt jetzt eine weitere Ruine. Kurt Flury ist der Mann, der damals im Dezember 2016 all jene angeführt hat, darunter auch sehr viele Linke, die sich gegen den Volksentscheid von Ständen und Stimmbevölkerung auf die Barrikaden gestellt haben. Das Bild ist noch vor mir, Kurt Fluri am Rednerpult, von der SVP Gregor Rutz, eine kritische Frage gestellt. Fluris Antwort, wissen Sie, wenn Sie reden, stelle ich meine Ohren auf Durchzug. Was mich dann immer zur Pointe veranlasst hat, ja gut, die Ohren auf Durchzug stellen, wie soll das gehen? Also ich kann das nicht. Zwischen meinen Ohren befindet sich immer noch ein luftundurchlässiges Organ. Kurt Flury, ich wiederhole das, der Star-Architekt der Nicht-Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative, der jetzt eine weitere Ruine hinterlässt, der Mann, den die Medien über alle Maßen hochgejubelt haben. Und einmal mehr bestätigt sich einfach die Theorie, dass die Leute, die in den Medien gut wegkommen, Entschuldigung, schlecht wegkommen, das sind die Guten. Und die, die schlecht wegkommen, Entschuldigung, ich probiere es nochmal, die Leute, die in den Medien schlecht wegkommen, das sind die Guten, und die, die in den Medien gut wegkommen, das sind die Schlechten. Nehmen Sie eine Doris Leuthardt, nehmen Sie einen Kurt Fluri, nehmen Sie einen Gianni Infantino, der kommt immer schlecht weg, aber das ist ein Guter. Trump kommt auch schlecht weg, das ist ein Halbguter. Aber natürlich als Amerikaner auch gewissermassen entschuldigt, weil er natürlich die ganze Eskalationsbrisanz dieses Ukraine-Kriegs aus der Sicht eines Amerikaners beurteilt, der hinter seinem Ozean sich in Sicherheit wiegt. Die Schweiz baut ihr Engagement in Syrien aus und will Rückführungen von Asylbewerbern ermöglichen. Mal sehen, was daraus kommt. Klingt zumindest hoffnungsversprechend. Man müsste das Gleiche auch. Mit Afghanistan-Tum. Der heilsame... Die heilsame Kraft des Verdrängens, Philipp Loser, Lehren aus dem Brexit. Ja, der Mainstream in der Schweiz sagt, der Brexit sei ein Misserfolg gewesen. Die Briten sollten sich da wieder flüchten, sollten zurückkriechen in den Schoß der Europäischen Union. Was mich an diesen Kommentaren stört, ist, dass die Journalisten damit den Briten jegliche Fähigkeit absprechen, zehn Jahre nach dem Brexit-Entscheid, ihr Schicksal selber in die Hand zu nehmen. Diese Arroganz finde ich unglaublich. Und es ist natürlich die gleiche Arroganz, die uns begegnet, auch in der Diskussion über die EU-Unterwerfungsverträge. Da laufen ja sehr viele Leute herum, im Journalismus, aber auch in der... Politik, allen voran dieser Milliardenherbe Simon Michel, die allen Ernstes behaupten, dass die Schweiz riesige Probleme bekäme, wenn wir künftig nicht automatisch das Recht aus der Europäischen Union importieren, in wesentlichen Teilen unserer Gesetzgebung. Der eigentliche Skandal, das eigentlich Betrübliche, das himmeltraurige An diesen Aussagen ist, dass diese Politiker ihnen, den Schweizerinnen und Schweizern, nicht zutrauen, dass sie selber in der Lage sind, Gesetze für dieses Land zu bestimmen, die besser für dieses Land sind, als die Gesetze, die in Brüssel für unser Land bestimmt werden sollen. Und das ist doch eine Ungeheuerlichkeit. Und Leute, die dermassen an der Schweiz verzweifeln, die nicht mehr an die Schweiz glauben, die müssen sie zwangspensionieren bei den nächsten Wahlen. Simon Michel hat doch im Bundeshaus nichts zu suchen, wenn er nicht jenen Leuten vertraut, ihrer gesetzgeberischen Kompetenz weniger vertraut, als den Leuten in Brüssel, die ja täglich beweisen, dass sie es nicht können. Was für eine niedrige Meinung haben Simon, Michel und Co. von Ihnen und von der Schweiz im Allgemeinen? Und die plappern einfach nach, was sie in den journalistischen Erzeugnissen lesen. Und diese institutionalisierte Arroganz, das ist nichts anderes als die Schweizmüdigkeit, das ist nichts anderes als das Unbehagen am Kleinstaat. Das sind die, die finden, diese Schweiz, diese Kuhschweiz, die ist mir zu klein. Wir müssen doch gross sein im Internationalen. Aus diesem Minderwertigkeitskomplex folgt die Verachtung gegenüber den Schweizern. Und wir sehen das eben auch am Beispiel Brexit. Ja, die müssen jetzt zurück in die EU. Was ist denn das für eine Haltung? Selbstverständlich können die Briten selber ihr Schicksal besser bestimmen als in der EU. Und sie machen es übrigens auch. Und ganz wichtig ist eben da auch in der Brexit-Diskussion und nach wie vor, dass die Briten sagen, dass das Parlament, als man noch in der Europäischen Union war, und unser Bundesrat möchte ja die Schweiz immer länger in diese Union hineinführen, dass damals die Parlamentarier gar nicht souverän waren, überhaupt zu handeln. Weil alles, was man da in London bestimmt, da konnte noch overruled werden in Brüssel, vieles davon. Und die automatische Rechtsübernahme, ein riesiges Problem in Grossbritannien. Und all die, die heute sagen, Grossbritannien müssten zurück in die EU, der Brexit war ein Fehler, die sprechen eben auch den Briten die Fähigkeit ab, sich selber die Gesetze zu geben. Und es gibt viele Bereiche, nicht zuletzt in der Migration, wo die Briten, sie haben am Anfang einen Fehler gemacht nach dem Brexit, sie haben so ein Punktesystem eingeführt. das zu einer sehr grossen Zuwanderung geführt hat. Aber das können Sie jetzt ja korrigieren, das können Sie ändern, da sind Sie auch im Begriff. Und wissen Sie, was die Briten auch überlegen und was sie vermutlich machen? Sie treten aus dieser völlig dysfunktionalen europäischen Menschenrechtsgeschichte aus, diesem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg. Das ist zu einer völlig verpolitisierten Behörde geworden, die überhaupt nichts mit den Menschenrechten zu tun hat. Das sind reine... Politentscheide Linke, Richter, die sich da aufschwingen über... die Demokratie entscheide, Urteile hinweg zu treffen. Das ist die Situation und die Briten überlegen sich. Michael Gove, der frühere Minister und jetzige Chefredaktor des Spectator, hat einen sehr interessanten Artikel darüber geschrieben und er plädiert dafür, dass Grossbritannien da austritt. Kommen wir zur leichten Muse. Sascha Rufers Jubel. geht nach Vargas-Penalty im Internet viral. Sascha Rufe, der Chefkommentator und auch der Begleiter der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft jetzt an dieser WM einmal mehr. Ich fand ihn ja ganz am Anfang, als er neu war, etwas manieriert. Wobei ich glaube, viele Leute finden mich auch manieriert. Alle, die etwas auffälliger sind im öffentlichen Raum, haben natürlich ihre Macken. Zum Teil überwinden sie sie, zum Teil arbeiten sie immer noch daran. Bei Sascha Rufe muss ich sagen, brillant. Er ist einfach einer der Besten und er bringt es eben fertig, diese Emotion authentisch rüberzubringen, ohne dass es irgendwie aufgesetzt oder falsch klingt. Und auch seine sprachliche Virtuosität ist beeindruckend. Er ist einfach ein toller Kerl, ein toller Typ, dieser Sascha Rufer. Also Sascha, Sie machen einen ganz hervorragenden Job. Die Schweiz ist stolz auf Sie. Sie sind auf Augenhöhe. Mit dieser Fussball-Nationalmannschaft. Und ich weiss, ich kritisiere das manchmal, Sie glaube ich auch, Sie finden auch nicht alles immer optimal, aber das ist gar nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist, dass natürlich die Leistung anerkannt wird und dass wir aufgrund der Leistung auch bereit sind, egal woher da diese Spieler kommen, ursprünglich, dass wir diese Leistung respektieren und dass man dieser Bewunderung dann auch Ausdruck gibt. Und in meinem Fall kommt der Erkri ja nur dann durch, wenn unter dem Schweizer Kreuz noch irgendwelche ausländische Politik betrieben wird. Dann ist Bonnie Tyler gestorben. Das ist eine traurige Nachricht. Die ist eine Begleiterin wirklich meines Lebens gewesen. Ich war jetzt nie ein Bonnie Tyler Fan, aber diese Lieder der Waliserin, die haben sich eingebrannt ins kollektive Musikgehör gewissermassen. Und jetzt ist sie im Alter von 75 Jahre nach schwerer Krankheit gestorben, die Reibeisenstimme ist für immer verstummt. Meine Damen und Herren, das war es von Weltwoche Daily Schweiz. Jetzt dann gleich die internationale Ausgabe. Immer anschluss. Entschuldigen Sie, bevor Sie dieses Video nun wegklicken, was Sie eben gesehen haben, diese Art von Journalismus, die gibt es eigentlich in dieser Form. Fast nicht mehr auf dieser Welt. Rede und Gegenrede, die andere Sicht beleuchten, das ist die Weltwoche unabhängig, kritisch und ja, auch gut gelaunt, weil wir eben glauben, dass selbst in den schlimmsten Abgründen immer irgendwo ein Lichtblick liegt. Wir beleuchten, was andere weglassen. Wir sprechen mit jenen, mit denen sich sonst niemand zu unterhalten getraut. Wir schreiben, was ist. Abonnieren Sie daher die Weltwoche. Jedes Abo. ist eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt. Denn unabhängiger Journalismus funktioniert eben nur mit unabhängig kritischen und vielleicht auch gut gelaunten Lesern. Sie sind der Grund, warum wir machen können, was wir eben machen. Alle Abo-Optionen finden Sie auf unserer Website www.weltwoche.de Sowohl für Print als auch digital und massgeschneidert auch für Deutschland. Und wenn Sie bereits Abonnent sind, dann möchte ich mich... an dieser Stelle einfach mal bei Ihnen bedanken und wünsche Ihnen nun viel Vergnügen beim nächsten Video.
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