Der militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran ist in der Nacht zum Donnerstag erneut eskaliert, berichtet die Welt. Das US-Zentralkommando Centcom teilte mit, amerikanische Streitkräfte hätten iranische Überwachungs- und Kommunikationssysteme sowie Luftverteidigungsanlagen im gesamten Land angegriffen. US-Präsident Donald Trump erklärte laut US-Medien, dabei seien 49 Tomahawk-Marschflugkörper eingesetzt worden.
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Nach Angaben von Centcom richteten sich die Angriffe gegen militärische Ziele und seien eine Reaktion auf die «unbegründete und anhaltende Aggression des Irans». Einige der bombardierten Einrichtungen sollen sich nur rund 60 Kilometer von Teheran entfernt befunden haben. Das US-Militär bezeichnete die Operation als Selbstverteidigungsschlag und erklärte, die Streitkräfte blieben «wachsam, schlagkräftig und einsatzbereit».
Teheran reagierte mit eigenen Angriffsmeldungen. Die iranischen Streitkräfte erklärten, sie hätten Ziele in Bahrain, Kuwait und Jordanien attackiert. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks richtete sich ein Drohnenangriff gegen das Hauptquartier der US-Marine in Bahrain. Die Revolutionsgarden meldeten später zudem einen Raketenangriff auf ein US-Kommandozentrum in Jordanien. Unabhängige Bestätigungen für die Angaben lagen zunächst nicht vor. Kuwait schloss vorsorglich seinen Luftraum, ankommende Maschinen wurden umgeleitet.
Für zusätzliche Verunsicherung sorgten widersprüchliche Angaben zur Strasse von Hormus. Staatliche iranische Medien berichteten, die strategisch wichtige Meerenge sei vollständig gesperrt worden und amerikanische Schiffe seien angegriffen worden. Centcom widersprach umgehend. Handelsschiffe würden die Passage weiterhin passieren, und kein US-Kriegsschiff sei getroffen worden, teilte das Kommando mit.
Auch politisch gehen die Darstellungen weit auseinander. Trump erklärte, er stehe in direktem Kontakt mit der iranischen Führung und Teheran habe um ein Ende der Angriffe gebeten. Ein hochrangiger iranischer Regierungsvertreter wies dies zurück und bezeichnete die Darstellung als falsch.
Unterdessen wurden aus der Umgebung Teherans mehrere Explosionen gemeldet. Der staatliche Rundfunk berichtete von Detonationen in Karadsch westlich der Hauptstadt sowie in Waramin südöstlich von Teheran. Augenzeugen berichteten von Erschütterungen und mutmasslichen Drohnenangriffen. Offizielle Angaben zu den Zielen lagen zunächst nicht vor.