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Nach vier Jahren Ausschluss: Fifa öffnet Tür für Russland auf der Weltbühne

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Russische und belarussische Nachwuchs-Nationalteams dürfen bei der neuen U-15-Weltmeisterschaft der Fifa wieder teilnehmen. Das berichtet die Welt unter Berufung auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Der Weltverband lädt zu dem Turnier vom 22. bis 31. Oktober in Aserbaidschan alle Mitgliedsverbände ein; diese Formulierung schliesst demnach auch Russland und Belarus ein.

CHRIS TORRES / KEYSTONE
Fifa-Präsident Gianni Infantino
CHRIS TORRES / KEYSTONE

Damit wird der seit 2022 geltende Ausschluss russischer Mannschaften vom internationalen Fussball erstmals teilweise gelockert. Nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatten Fifa und Uefa sämtliche russischen Teams von ihren Wettbewerben ausgeschlossen. Belarus war wegen seiner Unterstützung für Moskau ebenfalls von Sanktionen betroffen.

Fifa-Präsident Gianni Infantino hatte eine Rückkehr russischer Mannschaften zuletzt ausdrücklich befürwortet, zumindest auf Jugendebene. Das Verbot habe «nichts gebracht» und nur «zu mehr Frustration und Hass geführt», sagte er im Februar dem britischen Sender Sky. Formal begründete die Fifa den Ausschluss damals nicht mit dem Krieg selbst, sondern mit der Gefährdung der Wettbewerbsintegrität.

Auch Uefa-Präsident Aleksandar Ceferin hatte Lockerungen für russische Jugendteams wiederholt ins Spiel gebracht. Er argumentierte, eine ganze junge Generation dürfe nicht dauerhaft international isoliert werden. Ein entsprechender Vorstoss scheiterte jedoch am Widerstand mehrerer Verbände. Auch der Deutsche Fussball-Bund sprach sich gegen eine Rückkehr Russlands in internationale Wettbewerbe aus.

Bei der U-15-WM in Aserbaidschan wären nach jetzigem Stand auch Spiele zwischen russischen Nachwuchsteams und Mannschaften anderer europäischer Verbände möglich. Die Rückkehr bleibt allerdings begrenzt: Für die grossen Männer- und Frauenwettbewerbe gilt der Ausschluss russischer Teams weiterhin.

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