Die Fifa hat nach den Ausschreitungen im Anschluss an den WM-Final zwischen Spanien und Argentinien ein Disziplinarverfahren gegen den argentinischen Fussballverband eingeleitet. Das teilte der Weltverband mit. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP hat das Disziplinarkomitee entsprechende Ermittlungen aufgenommen.
Auslöser sind die tumultartigen Szenen unmittelbar nach dem Schlusspfiff der 0:1-Niederlage Argentiniens nach Verlängerung im WM-Stadion von East Rutherford im US-Bundesstaat New Jersey. Als die spanischen Ersatzspieler auf den Platz stürmten, um den Titelgewinn zu feiern, gerieten Spieler beider Mannschaften aneinander. Zunächst kam es zu einem Gerangel zwischen Argentiniens Nahuel Molina und Spaniens Rodri. Wenig später mischte sich Mittelfeldspieler Leandro Paredes ein, stiess zunächst Eric García und rang anschliessend Spaniens Gavi zu Boden. Dafür sah der 32-Jährige nach Spielende die Rote Karte. Bereits während der Partie hatte sich Paredes mehrfach am Rand eines Platzverweises bewegt.
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Die Fifa nennt in ihrer Mitteilung keine Namen. Nach Informationen von AP und Sky könnten sich die Ermittlungen jedoch neben Paredes auch gegen Verteidiger Nahuel Molina sowie Co-Trainer Roberto Ayala richten. Ihnen wird mögliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit den Vorfällen nach Spielende vorgeworfen.
Für Argentinien ist es nicht die erste Disziplinaruntersuchung nach einem WM-Spiel. Bereits nach dem Viertelfinal der Weltmeisterschaft 2006 gegen Deutschland war es nach dem Abpfiff zu einer Auseinandersetzung zwischen Spielern beider Mannschaften gekommen. Damals erhielt Leandro Cufré die Rote Karte, während Deutschlands Torsten Frings für den Halbfinal gegen Italien gesperrt wurde. Mit dem nun eingeleiteten Verfahren drohen Argentinien erneut sportrechtliche Konsequenzen.