Bundeskanzler Friedrich Merz hat nach der tödlichen Messerattacke auf den 22-jährigen Studenten Marius Dick mit dessen Eltern telefoniert und ihnen Unterstützung zugesichert. Marius Dick war vergangene Woche in Trier tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der 22-jährige Afghane Sajad M., der als psychisch krank gilt, den Studenten mit einem Messer direkt ins Herz gestochen haben. Der Tatverdächtige befindet sich in einer forensischen Psychiatrie. Die Polizei ermittelt wegen Totschlags.
Harald Tittel/Keystone
Wie die Bild-Zeitung berichtet, dauerte das Gespräch zwischen Merz und den Eltern rund zehn Minuten. Vater Thomas Dick bezeichnete es als «sehr emotional». Einzelheiten zum Inhalt des Telefonats wollte die Familie nicht nennen. Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder sowie der Chef der Mainzer Staatskanzlei, Marcus Klein, hätten sich inzwischen bei den Eltern gemeldet und Hilfe zugesichert. Dabei sei es unter anderem um psychologische Betreuung und weitere Unterstützung für die Familie gegangen.
Die Eltern hoffen nach eigenen Angaben, dass der Fall politische Konsequenzen haben wird. Der Bild-Zeitung erklärte Mutter Elke Dick, die sich ehrenamtlich in der CDU engagiert, sie erwarte «echte Lösungen, damit so etwas nie wieder passieren und der nächste Mord verhindert werden kann». Nach Angaben der Zeitung wurde den Eltern zudem zugesichert, dass der Fall ihres Sohnes inzwischen auch in Berlin Thema sei. Thomas Dick sagte: «Denn nach dem Mord an unserem Sohn muss sich endlich etwas ändern. So kann es in Deutschland nicht mehr weitergehen.»