Die US-Regierung hat ihre Exportbeschränkungen für die leistungsstärksten KI-Modelle des Unternehmens Anthropic aufgehoben. Das berichtet die Financial Times. Damit kann das Unternehmen seine Modelle Mythos und Fable wieder weltweit anbieten und das neue Spitzenmodell Fable 5 erneut veröffentlichen.
Die Beschränkungen waren Mitte Juni verhängt worden, nachdem die Behörden eine Sicherheitslücke entdeckt hatten. Demnach liessen sich eingebaute Schutzmechanismen der KI durch einen sogenannten jailbreak umgehen. Die Regierung befürchtete, die Modelle könnten zur Ausnutzung von Schwachstellen in kritischen IT-Systemen missbraucht werden. Anthropic zog seine fortschrittlichsten Modelle daraufhin weltweit zurück.
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Handelsminister Howard Lutnick hob die Massnahmen nach Angaben des Berichts wieder auf, nachdem Anthropic zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen eingeführt hatte. Diese seien vom staatlichen Center for AI Standards and Innovation geprüft worden.
Anthropic ist das erste KI-Unternehmen, gegen das die US-Regierung wegen möglicher Cybersicherheitsrisiken Exportbeschränkungen verhängt hat. Auch Open AI unterliegt derzeit Auflagen: Das neue Modell GPT-5.6 darf zunächst nur einem kleinen Kreis staatlich genehmigter Partner zur Verfügung gestellt werden.