Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach Migrationschaos in Ceuta: Marokko macht Fake News im Netz für Massenansturm verantwortlich

Anhören ( 2 min )
KI-Stimme
Nach Migrationschaos in Ceuta: Marokko macht Fake News im Netz für Massenansturm verantwortlich
Nach Migrationschaos in Ceuta: Marokko macht Fake News im Netz für Massenansturm verantwortlich
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Marokko macht Falschinformationen in sozialen Netzwerken und die Fehlinterpretation eines spanischen Gerichtsurteils für den Massenansturm auf die spanische Exklave Ceuta verantwortlich. Das teilte das marokkanische Innenministerium mit und wies zugleich den Vorwurf zurück, der Grenzübertritt sei von marokkanischer Seite organisiert worden.

Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Migrants who crossed into Spain from Morocco gather on a beach in the Spanish enclave of Ceuta, Sunday, Aug
Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Nach Angaben des marokkanischen Innenministeriums seien auf Plattformen wie Tiktok Gerüchte über eine angeblich geöffnete Grenze verbreitet worden. Zudem hätten viele Migranten ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs falsch interpretiert, wonach Migranten, die Ceuta schwimmend erreichen oder aus dem Meer gerettet werden, nicht mehr unmittelbar nach Marokko zurückgewiesen werden dürfen, sondern ihr Fall zunächst einzeln geprüft werden muss. Diese Kombination habe den spontanen Ansturm ausgelöst. Die Darstellung deckt sich nach marokkanischen Angaben mit der Einschätzung des spanischen Aussenministeriums. Gleichzeitig bekräftigte Rabat, weiterhin gegen illegale Migration vorzugehen.

Spanische Sicherheitskreise geben an, marokkanische Grenzpolizisten hätten sich kurz vor Beginn des Ansturms von Teilen der Grenze zurückgezogen. Mehrere Migranten berichteten spanischen und internationalen Medien zudem, sie seien nicht aufgehalten, sondern teilweise sogar zum Grenzübertritt ermuntert worden. Erst später hätten marokkanische Sicherheitskräfte mit Tränengas und Wasserwerfern eingegriffen, um den Zustrom einzudämmen. Für zusätzliche politische Brisanz sorgt der Zeitpunkt der Ereignisse. Wenige Tage vor dem Ansturm hatte Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez die Beziehungen zu Algerien wieder intensiviert. Bereits 2021 war es nach einer Lockerung der marokkanischen Grenzkontrollen zu einem ähnlichen Massenansturm auf Ceuta gekommen.

Über das Ausmass des Ansturms machen Spanien und Marokko unterschiedliche Angaben. Madrid spricht von mehr als 50.000 beteiligten Menschen, Rabat von rund 40.000. Auch bei den Todesopfern weichen die Zahlen erheblich voneinander ab: Marokko meldet elf Tote, Spanien 72. Inzwischen habe sich die Lage weitgehend beruhigt: Spaniens Aussenminister José Manuel Albares erklärte, nahezu alle nach Ceuta gelangten Migranten seien inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Dennoch halten sich nach spanischen Angaben weiterhin rund 2500 Marokkaner in der Exklave auf.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.