Seit der Wiederaufnahme der amerikanischen Luftangriffe gegen Iran sind innerhalb von zwei Wochen fast hundert US-Soldaten verletzt worden. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf Angaben des Pentagons. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte, «nahezu 100» Angehörige der Streitkräfte hätten Verletzungen erlitten. Rund 96 Prozent seien inzwischen wieder im Dienst. Die meisten Verletzungen seien leichte Gehirnerschütterungen.
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Die Angaben fallen in eine Phase wachsender Kritik an der Iran-Politik von US-Präsident Donald Trump. Der Regierung wird vorgeworfen, das Ausmass der eigenen Verluste bislang nur unvollständig offengelegt zu haben. Parnell wies dies zurück und erklärte, die verletzten Soldaten seien entschlossen, ihren Einsatz fortzusetzen.
Unterdessen steigt auch die Zahl der Todesopfer. Das Pentagon identifizierte am Montag zwei US-Soldaten, die bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien am Freitagabend ums Leben kamen: den 25-jährigen Tyler James Feehan aus Hawaii und die 19-jährige Isabella Gonzales aus Texas. Nach Angaben des US-Zentralkommandos wird zudem ein dritter Soldat vermisst. Am Angriffsort gefundene sterbliche Überreste werden derzeit untersucht. Bereits am Samstag kam ein weiterer US-Soldat bei einem Einsatz im Nordirak ums Leben.
Nach Angaben des US-Zentralkommandos flogen amerikanische Streitkräfte inzwischen eine zehnte Angriffswelle gegen iranische Militäranlagen. Ziel sei es, Irans Fähigkeit einzuschränken, Angriffe auf Schiffe in der Strasse von Hormus zu verhindern. Iran meldete seinerseits Angriffe auf einen US-Stützpunkt in Bahrain sowie auf Rechenzentrumsinfrastruktur des US-Konzerns Amazon. Zudem seien zwei Öltanker südlich der Strasse von Hormus nach Explosionen in Brand geraten.
Mit zunehmenden Verlusten wächst auch der innenpolitische Druck auf Trump. Hinzu kommen steigende Energiepreise. US-Aussenminister Marco Rubio bezeichnete den Schutz der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus inzwischen als Hauptgrund für die amerikanischen Militäreinsätze.