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Nach Führungswechsel in Kiew: Neuer Armeechef Drapatyj setzt verstärkt auf Angriffe grosser Reichweite gegen Russland

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Nach Führungswechsel in Kiew: Neuer Armeechef Drapatyj setzt verstärkt auf Angriffe grosser Reichweite gegen Russland
Nach Führungswechsel in Kiew: Neuer Armeechef Drapatyj setzt verstärkt auf Angriffe grosser Reichweite gegen Russland
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Der neue Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Mychajlo Drapatyj, will Angriffe auf Ziele im russischen Hinterland ausweiten. Drapatyj erklärte dies nach einem ersten Telefonat mit dem Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Europa, General Alexus Grynkewich, auf seinem offiziellen Viber-Kanal. Darüber berichtet der Tagesspiegel.

Ukrainian Presidential Press Office/AP/Keystone
Mychajlo Drapatyj, neuer Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte
Ukrainian Presidential Press Office/AP/Keystone

Der erst seit etwas mehr als einer Woche amtierende Armeechef bezeichnete die Verstärkung militärischer Operationen in mehreren Bereichen als vorrangiges Ziel. Neben der Abwehr kleiner russischer Infanteriegruppen, die an verschiedenen Frontabschnitten in ukrainische Verteidigungslinien einzudringen versuchten, kündigte er den Ausbau von Angriffen mittlerer und grosser Reichweite an. Die Ukraine müsse ihre technologischen Fähigkeiten und asymmetrischen Methoden gezielt einsetzen, um Russlands militärisches und wirtschaftliches Potenzial zu schwächen.

Die Aussagen fügen sich in den Kurs der neuen militärischen Führung ein. Verteidigungsminister Jewhenij Chmara hatte zuvor erklärt, die Ukraine könne den russischen Streitkräften angesichts begrenzter Ressourcen nicht mit gleichwertigen Mitteln begegnen. Stattdessen solle sie mit vergleichsweise kostengünstigen Schlägen gegen strategisch wichtige Ziele wie Ölraffinerien und andere militärisch relevante Infrastruktur einen möglichst hohen wirtschaftlichen und militärischen Schaden verursachen.

Während Kiew seine Strategie auf weitreichende Angriffe ausrichtet, verstärken russische Truppen nach Angaben des ukrainischen Analyseprojekts Deepstate zugleich ihre Offensive im Raum Kostjantyniwka im Donbass. Kleinere russische Infanteriegruppen sollen versuchen, in die Stadt vorzudringen, während sie gleichzeitig massiv beschossen wird. Die Stadt gilt als wichtiger Zugang zum ukrainischen Verteidigungszentrum um Kramatorsk und Slowjansk.

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