Nach Drohnenangriffen auf zwei Öltanker hat das Caspian Pipeline Consortium (CPC) den Verlad von Rohöl an seinem Terminal an der russischen Schwarzmeerküste vorübergehend eingestellt. Das teilte der Betreiber mit.
Über die Pipeline wird der grösste Teil des kasachischen Erdöls auf den Weltmarkt exportiert. Rund 80 Prozent der Ölausfuhren des Landes passieren die Anlage. Fällt sie aus, kann das den globalen Ölhandel beeinträchtigen und die Ölpreise unter Druck setzen.
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Nach Angaben des Betreibers wurden die Tanker «Asia» und «Nissos Ios» während der Beladung angegriffen. Auf einem der Schiffe brach ein Feuer aus, das gelöscht werden konnte. Verletzt wurde niemand, auch ein Ölaustritt sei nicht festgestellt worden. Bis die Schäden vollständig abgeklärt sind, bleibt der Verlad ausgesetzt.
Kasachstans Energieministerium erklärte, die Verladeeinrichtungen selbst seien nicht beschädigt worden. Das Aussenministerium verurteilte die Angriffe und kündigte eine Prüfung der Schäden an. Das Land behalte sich vor, Schadenersatz nach internationalem Recht zu verlangen.
Wer hinter den Angriffen steckt, liess das Caspian Pipeline Consortium offen. In den vergangenen Tagen haben sich jedoch die Angriffe Russlands und der Ukraine auf die Schifffahrt im Schwarzen Meer und im Asowschen Meer deutlich verstärkt. Die rund 1510 Kilometer lange CPC-Pipeline verbindet die Ölfelder Kasachstans mit dem russischen Hafen Noworossijsk, von wo das Rohöl per Tanker in alle Welt verschifft wird.