Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner fordert nach dem islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day die Einführung von Islamunterricht an staatlichen Schulen. Dies berichtet die «Bild»-Zeitung. «Es gibt immer wieder Jugendliche, die durch radikal religiöse Kontakte in sogenannten Hinterhofmoscheen radikalisiert werden», sagte der CDU-Politiker. Staatlich organisierter Islamunterricht könne dazu beitragen, Jugendliche vor solchen Einflüssen zu schützen. Gleichzeitig sprach sich Wegner für mehr Kontrolle über radikale Moscheen «mit dem Ziel, sie zu verbieten», aus.
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Bundesfamilienministerin Karin Prien stellte den Ländern unterdessen zusätzliche Mittel für Deradikalisierungsangebote in Aussicht. Wie die «Zeit» berichtet, geht es um fünf Millionen Euro aus dem Bundesprogramm «Demokratie leben!», die bislang nicht für diesen Zweck vorgesehen waren. «Ich könnte mir sehr gut vorstellen, diesen Betrag einzusetzen», sagte die CDU-Politikerin. Der Anschlag sei Anlass, die Extremismusprävention des Programms stärker auf Deradikalisierung auszurichten. Zugleich betonte sie, bei bereits weit fortgeschrittener Radikalisierung seien «Strafjustiz, Überwachung und Schutzmassnahmen» wichtiger als Deradikalisierungsprogramme.