Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

Nach Cannabis-Legalisierung: Experten fordern Freigabe von Kokain in Deutschland

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
Nach Cannabis-Legalisierung: Experten fordern Freigabe von Kokain in Deutschland
Nach Cannabis-Legalisierung: Experten fordern Freigabe von Kokain in Deutschland
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Kaum ist die Teillegalisierung von Cannabis in Kraft, entbrennt eine neue Debatte: Fachleute aus dem Bereich der Suchthilfe und Drogenpolitik fordern, auch Kokain aus dem Katalog strafrechtlich verbotener Substanzen zu streichen – oder zumindest den Besitz geringer Mengen zu entkriminalisieren, berichtet die Zeitung Die Welt. Der Vorstoss wird jedoch von Polizei und Bundespolitik scharf kritisiert.

© KEYSTONE / CHRISTOF SCHUERPF
[SYMBOLBILD Jugendkriminalitaet / Gestellte Szene] Eine Jugendliche zieht mit einer Rasierklinge eine Line Kokain, fotografiert am 1
© KEYSTONE / CHRISTOF SCHUERPF

Im Alternativen Drogen- und Suchtbericht von Organisationen wie dem JES-Bundesverband, Akzept e. V. und der Deutschen Aidshilfe wird argumentiert, dass die Kriminalisierung von Konsumenten gescheitert sei. «Die gesundheitliche und soziale Lage von Menschen, die psychotrope Substanzen wie etwa Kokain oder Crack konsumieren, hat sich verschlechtert», sagt Dirk Schäffer, Co-Autor des Berichts. Er schlägt vor, sauberes Kokain in regulierten Drogenkonsumräumen bereitzustellen – inklusive ärztlicher Aufsicht.

Tatsächlich gehören Kokain und Crack laut dem Jahrbuch der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen inzwischen zu den am häufigsten konsumierten illegalen Drogen in Deutschland – besonders in Grossstädten. Der Crack-Konsum steige, so Berichte aus der Suchthilfe. Dennoch fehlten vielerorts Angebote wie Rauchzelte, safer-use-Materialien oder niederschwellige Therapieplätze. Ein wachsendes Problem: Viele Betroffene seien nicht krankenversichert und könnten sich keine Behandlung leisten.

Politischer Gegenwind kommt insbesondere von CDU und Polizei. Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck (CDU) warnt vor einem «Boom bei Kokain, Crack und synthetischen Drogen». Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) fordert ein hartes Durchgreifen gegen Schmuggler und Dealer. Die Gewerkschaft der Polizei beklagt, dass mit der Cannabisfreigabe auch der Schwarzmarkt für härtere Substanzen gewachsen sei. «Kein Dealer läuft heute nur mit Cannabis herum», warnt der Berliner GdP-Landesvize Thorsten Schleheider.

Unterstützung erhalten die Legalisierungsbefürworter etwa von den Jungen Liberalen aus Hessen, die sich auf das Selbstbestimmungsrecht berufen.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 04.08.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.