Die Organisatoren der Zürcher Street Parade wollen trotz des Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin an ihrem Konzept festhalten. «Eine Street Parade mit systematischen Zugangskontrollen wäre nicht mehr die Street Parade», sagte Sprecher Stefan Epli der Neuen Zürcher Zeitung. Die grösste Technoparty der Welt findet am 8. August statt, erwartet werden bis zu eine Million Besucher.
Til Buergy/Keystone
Nach Angaben der Stadtpolizei Zürich fliesst der Berliner Anschlag in die gegenwärtige Lagebeurteilung ein. Das Sicherheitskonzept werde gemeinsam mit der Kantons- und der Stadtpolizei erarbeitet. Bereits seit Jahren gehörten Fahrzeugrückhaltevorrichtungen wie Betonblöcke oder mobile Stahlsperren sowie ein umfassendes Crowdmanagement zum Schutz der Veranstaltung.
Gemäss dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) gilt die terroristische Bedrohung in der Schweiz weiterhin als «erhöht». Demnach geht die grösste Gefahr von Einzeltätern oder Kleingruppen aus, die mit einfachen Mitteln Anschläge auf schwer zu schützende Ziele wie Menschenmengen bei Sport- und Kulturveranstaltungen verüben könnten. Im Juni registrierte der NDB 44 sogenannte Risikopersonen in der Schweiz.
Die Street Parade investiert nach Angaben ihres Sprechers in diesem Jahr rund 370.000 Franken in Sicherheitsmassnahmen. Das Gesamtbudget der Veranstaltung beträgt 4,8 Millionen Franken.