Möbel Höffner wird nach Kritik an einer AfD-Spende seines Eigentümers Kurt Krieger doch nicht mit einem eigenen Wagen am Berliner Christopher Street Day (CSD) teilnehmen. Das Unternehmen bestätigte den Rückzug dem «Tagesspiegel». Als Grund nannte die Geschäftsleitung die öffentliche Debatte um die Teilnahme. «Der Christopher Street Day ist ein starkes Zeichen für Vielfalt, Respekt, Gleichberechtigung und Zusammenhalt. Wir möchten nicht, dass dieser Fokus durch eine Debatte über unsere Teilnahme verschoben wird», erklärte das Unternehmen.
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Hintergrund ist eine Spende Kriegers in Höhe von 18.000 Euro an die AfD, die im Februar bekannt geworden war. Die geplante erstmalige Teilnahme Höffners am Berliner CSD hatte deshalb Kritik aus der queeren Community ausgelöst. Das Unternehmen betonte jedoch, es stehe weiterhin an der Seite der LGBTQIA+-Community und engagiere sich seit Jahren für entsprechende Projekte und Veranstaltungen. An diesem Engagement werde sich nichts ändern.
Der Berliner CSD hatte den Höffner-Wagen zunächst wegen der AfD-Spende abgelehnt, später nach einer erneuten Prüfung aber zugelassen. Nach Angaben des Vereins gaben dabei das langjährige Engagement des Unternehmens, Gespräche mit der Geschäftsführung sowie mit queeren Mitarbeitenden den Ausschlag. Zugleich kündigte der CSD-Vorstand an, die Teilnahmebedingungen zu überarbeiten. Ziel sei es, künftig noch klarere Kriterien für Unternehmen festzulegen und Strukturen zu stärken, die sich für Vielfalt, Demokratie und queere Sichtbarkeit einsetzen.