US-Finanzminister Scott Bessent soll US-Präsident Donald Trump vor einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weissen Haus gewarnt haben. Dies schreiben die New York Times-Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan in ihrem am Dienstag erscheinenden Buch «Regime Change». Demnach bezeichnete Bessent Selenskyj unter anderem als «kleinen Mistkerl», «Kind mit besonderen Bedürfnissen» und als «Mr. Bean auf Crack».
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Laut dem Buch hatten mehrere Mitarbeiter des Weissen Hauses befürchtet, dass das Treffen vom 28. Februar 2025 eskalieren könnte. Bessent habe Trump empfohlen, Selenskyj erst nach der Unterzeichnung eines Rohstoffabkommens im Weissen Haus zu empfangen. Der damalige Nationale Sicherheitsberater Mike Waltz habe zudem erfolglos versucht, Selenskyj dazu zu bewegen, im Anzug zu erscheinen.
Das Treffen endete in einem öffentlichen Streit. Trump und Vizepräsident J. D. Vance warfen Selenskyj mangelnde Dankbarkeit für die amerikanische Unterstützung im Abwehrkampf gegen Russland vor. Bessent erklärte anschliessend gegenüber Bloomberg, Selenskyj habe «eines der grössten diplomatischen Eigentore» erzielt. Weiter sagte er: «Ich war schockiert, dass Präsident Selenskyj ins Oval Office kam, sich so verhielt, so mit dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten sprach und vor allem dem amerikanischen Volk Respektlosigkeit entgegenbrachte.»
Das Buch schildert zudem ein angespanntes Treffen zwischen Bessent und Selenskyj in Kiew vor dem Besuch in Washington. Demnach gerieten beide während der Verhandlungen über das Rohstoffabkommen in einen lautstarken Streit. Das US-Finanzministerium äusserte sich nicht zu den Vorwürfen.