Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Die Weltwoche

«Mir als CDU-Mitglied blutet das Herz»: Altkanzlerin Merkel reagiert auf AfD-Triumph in Sachsen-Anhalt

Anhören ( 1 min )
KI-Stimme
«Mir als CDU-Mitglied blutet das Herz»: Altkanzlerin Merkel reagiert auf AfD-Triumph in Sachsen-Anhalt
«Mir als CDU-Mitglied blutet das Herz»: Altkanzlerin Merkel reagiert auf AfD-Triumph in Sachsen-Anhalt
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Altkanzlerin Angela Merkel hat sich bestürzt über den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt gezeigt und das Ergebnis als tiefen Einschnitt für Deutschland bezeichnet. «Das ist einfach schockierend», sagte die frühere CDU-Vorsitzende bei der Digitalmesse Digital X der Deutschen Telekom in Köln. Besonders die schwere Niederlage ihrer eigenen Partei treffe sie. «Mir als CDU-Mitglied blutet das Herz», sagte Merkel. «Das ist ein Einschnitt, ein wirklicher Einschnitt, den wir in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erleben.»

Henning Kaiser/DPA/Keystone
Angela Merkel spricht an der Digitalmesse Digital X in Köln
Henning Kaiser/DPA/Keystone

Die AfD hatte die Landtagswahl mit 43,8 Prozent deutlich gewonnen. Die CDU fiel gegenüber der Wahl von 2021 von 37,1 auf 17,2 Prozent und verlor damit mehr als die Hälfte ihres damaligen Stimmenanteils. Merkel, die Deutschland von 2005 bis 2021 als Bundeskanzlerin regiert hat, sieht darin auch ein Kommunikationsproblem der etablierten Parteien.

Demokratische Parteien müssten die Bürger stärker persönlich ansprechen und politische Fortschritte besser vermitteln. «Die individuelle Ansprache der Bürger» sei heute offenbar wichtiger als früher. Nach Merkels Einschätzung reicht es nicht mehr aus, allein auf statistische Entwicklungen zu verweisen.

Als Beispiel nannte sie Sachsen-Anhalt: Dort sei die Arbeitslosigkeit gesunken und der individuelle Wohlstand gestiegen. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund habe dem entgegengehalten, dies möge stimmen, werde von den Menschen aber nicht so empfunden. Merkel warnte davor, dass Gefühle zunehmend an die Stelle überprüfbarer Tatsachen treten könnten.

«Es war der Fortschritt der Aufklärung, dass sich die Summe der Menschen auf Fakten einigen konnte», sagte die Altkanzlerin. Wenn dagegen das Gefühl die «Hoheit» übernehme und Fakten an Bedeutung verlören, seien dies aus ihrer Sicht zivilisatorische Rückschritte. Eine solche Haltung dürfe nicht mehrheitsfähig werden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen

Ups! Wir konnten Ihr Formular nicht lokalisieren.

1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 06.10.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.