Die spanische Regierung hat nach der Ankunft von mehr als 1500 Migranten innerhalb einer Woche zusätzliche Soldaten und Polizeikräfte in die Nordafrika-Exklave Ceuta entsandt. Das spanische Innenministerium teilte mit, zur Unterstützung der örtlichen Sicherheitskräfte würden 60 Soldaten sowie 200 Spezialkräfte der Polizei in die Grenzregion verlegt.
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Allein am Donnerstag erreichten erneut Hunderte Migranten Ceuta, die meisten schwimmend von der marokkanischen Küste aus. Nach Angaben regionaler Behörden kamen dabei mindestens neun Menschen ums Leben.
Die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtete, zahlreiche Migranten hätten die Grenzanlagen überwunden, nachdem diese zeitweise nicht von der Polizei bewacht worden seien. Unter den Ankommenden befanden sich viele Jugendliche. Die spanische Polizei bestätigte einen massiven Zustrom, nannte zunächst jedoch keine offiziellen Zahlen.
Der Regierungschef von Ceuta, Juan Jesús Vivas, forderte angesichts der Lage die Ausrufung des Notstands sowie den Einsatz des Militärs an der Grenze zu Marokko. Ministerpräsident Pedro Sánchez wird gemeinsam mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska in Ceuta erwartet, um sich mit Sicherheitskräften und lokalen Behörden über das weitere Vorgehen zu beraten.
Ceuta zählt seit Jahren zu den wichtigsten Zugangspunkten für irreguläre Migration aus Afrika in die Europäische Union. In den vergangenen Tagen hat sich der Zustrom deutlich verstärkt. Nach Angaben der Regionalregierung sind die Aufnahmeeinrichtungen vollständig ausgelastet, zahlreiche Migranten müssten im Freien übernachten.