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Migrantensturm von Ceuta: Deutschlands Linke fordert Willkommenskultur

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Die Linksfraktion im Bundestag fordert angesichts der Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta die Aufnahme von Schutzsuchenden durch Deutschland und andere EU-Staaten. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Clara Bünger erklärte, Deutschland und die Europäische Union seien verpflichtet, bei der humanitären Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen, berichtet der Spiegel. «Jetzt zählt zuerst, dass niemand mehr stirbt», sagte die innen- und fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion.

BERND VON JUTRCZENKA / KEYSTONE
Clara Bünger (Die Linke) im Deutschen Bundestag
BERND VON JUTRCZENKA / KEYSTONE

Bünger bezeichnete die Ereignisse in Ceuta als Folge politischer Entscheidungen. Menschen flüchteten vor Krieg, Armut und den Folgen des Klimawandels. Eine weitere Abschottung werde die Migration nicht stoppen, sondern die Flucht gefährlicher machen. Nötig seien medizinische Versorgung, Trinkwasser und sichere Unterkünfte sowie legale und sichere Zugangswege nach Europa.

Die Forderung steht im Gegensatz zum Kurs der Bundesregierung. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte nach den Ereignissen in Ceuta an, die deutschen Grenzkontrollen verlängern zu wollen. Der Erfolg bei der Eindämmung der illegalen Migration müsse gesichert und weiter ausgebaut werden. Bundeskanzler Friedrich Merz und Dobrindt unterstützen nach Angaben aus Berlin den Kurs der spanischen Regierung, die eingereisten Migranten nach Marokko zurückzuführen.

Nach spanischen Behördenangaben erreichten in den vergangenen Tagen rund 60.000 Menschen von Marokko aus die nordafrikanische Exklave Ceuta. Die Regierung der Exklave meldete 34 Todesopfer. Rund 25.000 Menschen seien inzwischen nach Marokko zurückgekehrt. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach von einem «Angriff» auf die territoriale Integrität seines Landes und machte von Schleusernetzwerken verbreitete Falschinformationen für den massenhaften Grenzübertritt verantwortlich.

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